BMAGS: LIF führt Kampf gegen Frauen in Führungspositionen-

Indiskutables, frauenfeindliches Wahlkampfniveau des LIF

Wien, 14. Juli 1999 (BMAGS).- Die heute vom Liberalen-
Abgeordneten Kier erhobenen Anwürfe und Unterstellungen bezüglich angeblich unseriöser Postenvergabe im Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales werden vom BMAGS auf das schärfste zurückgewiesen. Die Einrichtung einer eigenen Gruppe D wurde aus rein fachlichen Erwägungen durchgeführt. Durch die stärker werdende Vernetzung nationaler, europäischer und internationaler Politikbereiche ist es notwendig eine übergeordnete Koordinationsstelle in der Präsidialsektion anzusiedeln. Das BMAGS hält weiter fest, dass das Bestellungsverfahren derzeit noch im laufen ist und streng nach den gesetzlichen Vorschriften durchgeführt wird.****

Zu dem erhobenen Unterstellungen hält das BMAGS im Einzelnen fest:

Mit der Einrichtung einer neuen Gruppe D in der
Präsidialsektion wurden den Anforderungen der EU, der Osterweiterung und der Gleichstellungspolitik Rechnung getragen.

Aufgrund der Erfahrungen während der österreichischen EU-Präsidentschaft hat sich gezeigt, dass
* die übergeordnete europäische Politik stärker mit der

internationalen Politik zusammengefasst werden soll.
* die Gleichstellungspolitik von Frauen und Männern einen größeren

Stellenwert erhalten soll
* der gender mainstreaming Ansatz umgesetzt werden soll
* die anstehenden Verhandlungen über die EU-Erweiterung gerade im

Sozialbereich eine große Herausforderung darstellen.

Mit der organisatorischen Veränderung habe keine
Personalausweitung stattgefunden, hält das Sozialministerium ausdrücklich fest. Im Gegenteil: Im Ressort sind in den letzten Jahren mehr als 80 Planstellen eingespart worden. Die Zahl der Gruppenleitungen wurde seit dem Amtsantritt von Ministerin Hostasch nicht vermehrt. Wo eine Gruppe aber organisatorisch angesiedelt
ist, muss der jeweiligen Ressortleitung vorbehalten bleiben und entzieht sich der Ferndiagnose Aussenstehender, auch des Abg. Kier.

Die Ausschreibung über die Besetzung der Führungspositionen
ist derzeit im Gang und noch nicht abgeschlossen. Beim laufenden Verfahren wurde streng nach den gesetzlichen Vorschriften vorgegangen. Aufgrund der eingelangten Bewerbungen ist zu erwarten, dass Frauen in Führungspositionen aufsteigen werden.

Die verbalen Ausritte und persönlichen Diffamierungen der Bewerberinnen durch Abg. Kier zeigen von einem derartig tiefen und menschenverachtenden Niveau, dass sich das BMAGS dazu jeglichen weiteren Kommentares enthält.
Das Liberale Forum zeige nur knapp eine Woche nach der vom ihm selbst inszenierten Sondersitzung zum Frauenvolksbegehren sein wahres, nämlich ein beschämend frauenfeindliches Gesicht. Mit diesem Verhalten desavouiere Abgeordneter Kier zudem seine eigene Parteichefin, die sich selbst bei allen Gelegenheiten als Vorreiterin für Chancengleichheit präsentiert, heisst es aus dem BMAGS.

Die heutigen Vorkommnisse beweisen einmal mehr, dass das
Liberale Forum in der Frauenpolitik über Lippenbekenntnisse nicht hinauskommt und an einem tatsächlichen Aufstieg von Frauen in Führungspositionen in Wahrheit nicht interessiert ist.

(schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO/BMAGS