Untragbare Zustände in der Garage Vorgarten

"Man will uns langsam aushungern lassen"

Wien (GdG/ÖGB). "Die Zustände in der Garage Vorgarten sind für die Bediensteten untragbar. Seitens der Rathauspolitik müssen endlich Schritte gesetzt werden, indem die Garage Leopoldau unverzüglich gebaut wird", betonte Franz Simanov, Vorsitzender der Hauptgruppe
IV – Wiener Verkehrsbetriebe der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) im Rahmen einer Pressekonferenz. Die Garage Vorgarten platzt aus allen Nähten. Der Neubau der bereits 1995 versprochenen Garage Leopoldau scheiterte bisher an der Finanzierung aus dem Rathaus.++++

Daß die Garage Vorgarten unter enormem Platzmangel leidet, ist den zuständigen Stadtpolitikern durchaus bekannt. Es fehlt ihnen für den Bau der Garage Leopoldau an Geld. Den Bediensteten wurde der
Bau der Garage Leopoldau in Aussicht gestellt. "Bis jetzt ist aber seitens der Stadt Wien nichts passiert", stellt Franz Simanov
fest. "Unsere Sorge ist, daß es zu einer Privatisierung kommt. Ich vermute, daß man uns langsam aushungern lassen will, um dann an Private billiger verkaufen zu können", Simanov weiter.

Laut Flächenwidmungsplan wurde das Gebiet der Garage Vorgarten auf Wohnen umgewidmet. Für die Wiener Verkehrsbetriebe besteht demnach nicht die Möglichkeit, die Garage Vorgarten baulich zu erweitern. Derzeit entstehen Wohnhausanlagen unter dem Vorwand, daß die
Garage Vorgarten vom jetzigen Standort wegkommt. Schon jetzt
häufen sich Anrainerproteste wegen der Lärmbelästigung und Umweltbelastung durch die im Freien stehenden Busse der Wiener Verkehrsbetriebe. Simanov: "Ein Zustand, der nicht mehr länger für die Bediensteten aber auch für die Anrainer tragbar ist."

Die GdG fordert daher die zuständigen Stadtpolitiker auf, entsprechende Schritte zu setzen. "Wenn nicht das nötige Geld für den Neubau der Garage Leopoldau – es fehlen rund 200 Millionen Schilling – aufgebracht wird, dann soll zumindestens die Umwidmung auf Wohnen zurückgenommen werden, um die Garage wenigstens auf den neuesten Stand zu bringen", betonte Karl Kaiser, Vorsitzender-Stellvertreter der Hauptgruppe IV. Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) und die Personalvertretung der Wiener Linien planen Aktionen, um auf die prekäre Situation aufmerksam zu machen. "Im Zuge der Dienststellenversammlungen, die wir nur während der Dienstzeit durchführen können, wird es zu unterschiedlichen Intervallen im Busverkehr kommen und wir bitten schon jetzt die Bevölkerung um Verständnis", so Simanov.

ÖGB, 14. Juli 1999 Nr. 362

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