PRINZ: TANK-UNFALL: SVIHALEKS TAGFAHRVERBOT EIN SCHILDBÜRGERSTREICH!

Im Februar großspurig verkündetes Tagesfahrverbot für "rollende Bomben" gilt nicht für Autobahnen (!) und Bundesstraßen (!) auf Wiener Gebiet - Gefahr für Bevölkerung weiterhin aufrecht

Wien, 14.07.1999 (fpd) - "Angesichts des noch einmal glimpflich verlaufenen Tankwagen-Unfalls im Kaisermühlentunnel stellt sich
die im Februar von Verkehrsstadtrat Svihalek erlassene Verordnung bezüglich Gefahrengut-Transporte durch die Bundeshauptstadt als reiner Schildbürgerstreich dar", kritisierte heute der freiheitliche Stadtrat Walter Prinz. Auf Autobahnen und Bundesstraßen im Wiener Stadtgebiet sind die "rollenden Bomben" nach wie vor am hellichten Tage unterwegs.****

Das Verbot von Gefahrengut-Transporten zwischen 5 Uhr Früh und 21 Uhr gelte also nicht für die von den Tanklastwagen mit hochexplosiver Ladung hauptsächlich benutzten Stadtautobahnen und Bundesstraßen in Wien. Nach der gültigen Gesetzeslage liege nämlich ein dahingehendes Verbot in der Kompetenz des Bundes. "Svihaleks Verordnung ist daher ein peinlicher Rohrkrepierer, der die Gefahr verheerender Tankerunfälle auf den Wiener Hauptverkehrsrouten um keinen Deut vermindert hat", betonte Prinz.

Ein Ansuchen Svihaleks um Ausweitung des Verbotes auf Autobahnen
und Bundesstraßen Wiens liege nun seit einigen Monaten auf dem Schreibtisch seines Parteifreundes Verkehrsminister Einem, der bis dato jedoch in keiner Weise tätig geworden ist. "So tritt nun der paradoxe Fall ein, daß die "rollenden Bomben" auf Wiener Gemeinde-und Landesstraßen - die sie sowieso weitgehend meiden - tagsüber nicht mehr fahren dürfen, auf Stadtautobahnen und Bundestraßen jedoch weiterhin flott unterwegs sind", machte Prinz aufmerksam.

Die Wiener Februar-Verordnung sei eine typische Svihalek-Aktion,
die den einfachen Bürger in Sicherheit wiegen soll, während die Gefahr von Flammeninfernos wie im Tauerntunnel nach wie vor
täglich wie ein Damoklesschwert über der Wiener Bevölkerung schwebt. "Auf solch schildbürgerhafte "Sicherheits"-Verordnungen können die Wienerinnen und Wiener gerne verzichten", meinte Prinz.

Der Umweltstadtrat sollte daher schleunigst seinen Genossen Einem zum Erlaß eines entsprechenden Tagfahrverbotes für die brisantesten Gefahrenguttransporte auch auf Bundesstraßen und Autobahnen drängen. "Der jetzige Zustand ist jedenfalls skandalös unverantwortlich", schloß Prinz. (Schluß)am nnnn

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