Exporte nach Japan wieder im Aufwind

Ausfuhren im 1. Quartal um 30,7 Prozent gestiegen - Österreichs Exporteure haben Marktbearbeitung intensiviert

PWK - "Nach dem Einbruch von 20 Prozent der österreichischen Exporte nach Japan im Vorjahr, scheint sich unser wichtigster Exportmarkt in Asien heuer wieder zu erholen", berichtet Österreichs Handelsdelegierter in Tokio, Wolfgang Penzias. Gemäß der Ergebnisse der Ausfuhren im ersten Quartal 1999 stiegen die Exporte um 30,7 % auf 1,9 Mrd Schilling, während die Importe aus Japan auf einem hohen Niveau (5,3 Mrd Schilling) mit +2,9 Prozent praktisch stagnierten. Das Handelsbilanzdefizit dürfte allerdings auch dieses Jahr noch relativ hoch liegen, da man noch nicht absehen kann, ob die Trendwende der Wirtschaftsentwicklung dauerhaft ist, schätzt Penzias. ****

Das Plus der österreichischen Exporte nach Japan habe nicht nur konjunkturelle Gründe, so Penzias weiter. Zwar gingen von der Erholung des Bausektors auf Grund der hohen öffentlichen Ausgaben und Steuererleichterungen die stärksten Impulse aus. Es sei aber auch deutlich zu bemerken, daß österreichische Firmen trotz schwieriger Wirtschaftslage, sinkender Preise und stagnierender Erlöse die Bearbeitung des Marktes intensiviert haben, erklärt der Handelsdelegierte.

Positiv sind dabei vor allem Wintersportartikel mit einem Wachstum von 46 Prozent hervorzuheben, was die wiedererlangte Nr.1-Position Österreichs am wichtigsten Skimarkt der Welt unterstreicht. Auch bei PKW's konnte wieder ein Zuwachs von 28 Prozent erzielt werden.

Japan habe als Export-Markt österreichischer Produkte nicht an Attraktivität eingebüßt, ist Penzias überzeugt und dokumentiert dies anhand der regen Teilnahme österreichischer Firmen an Messen, Ausstellungen und Wirtschaftsmissionen in Japan. "Lag die Zahl im Vorjahr bei 139 Firmen, hat sich diese Zahl bis Juni 99 bereits verdoppelt", freut sich Penzias. Für den Herbst seien auch eine Reihe von Messebeteiligungen im Bereich Kunststoffmaschinen, Kfz und Kfz-Teile, Umweltschutz sowie Konsumgüter-Präsentationen im Ballungsraum Tokio geplant. Für Sport- und Freizeitgeräte werden im Herbst 1999 im Rahmen von "Successful in Japan", dem Exportförderprogramm der Wirtschaftskammer Österreich für Japan, Marktstudien für Neuexporteure erstellt.

Für das Gesamtjahr 1999 könne man allerdings noch von keiner wesentlichen Erholung der Japan-Exporte ausgehen, meint Penzias, da die Wirtschaft noch nicht auf einen langfristig abgesicherten Wachstumspfad eingeschwenkt ist und damit der wichtigste Stimulus für Japan von der öffentlichen Hand kommen muß. Obwohl sich die Lage bei den Banken deutlich beruhigt hat, herrsche noch immer Zurückhaltung bei der Kreditvergabe, was das Cash Flow Management der Firmen stark belastet.

Die Wirtschaftslage in Japan habe sich im ersten Quartal markant verbessert und das Wachstum erreichte mit 1,9 Prozent zum ersten Mal seit fünf Quartalen wieder einen positiven Wert. Ausschlaggebend für die Besserung sei das größte Wirtschaftsbelebungsprogramm der Geschichte, wo mit einem Gegenwert von etwa 2,5 Billionen Schilling soviel in die japanische Wirtschaft gepumpt wurde, wie das ganze Bruttonationalprodukt Österreichs, berichtet Penzias.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
AW-Referat Fernost I
Tel. 50105 DW 4351

Dkfm. Ing. Josef Altenburger

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/5,3 MRD SCHILLIN