Arbeitsmedizin ab Herbst auch für Kleinbetriebe Ärztekammer und Unfallversicherung geben Start durch Vertragsunterzeichnung frei

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, 14. Juli 1999, wurde in Wien ein Vertrag zwischen Allgemeiner Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und Österreichischer Ärztekammer (ÖÄK) zur Sicherung der arbeitsmedizinischen Betreuung in Kleinbetrieben unterzeichnet. Damit wurden auch formell die Voraussetzungen für die Umsetzung einer Novelle des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes geschaffen, die Anfang 1999 in Kraft getreten ist. Demnach sind Arbeitsstätten mit elf bis 50 Beschäftigten regelmäßig arbeitsmedizinisch zu betreuen. In der Folge sind Betriebe mit ein bis zehn MitarbeiterInnen ab Jahresbeginn 2000 in die arbeitsmedizinische Versorgung miteinzubeziehen.

Der neu gewählte ÖÄK-Präsident, Dr. Otto Pjeta, hob anläßlich der Vertragsunterzeichnung hervor, daß der Ärztekammer mit diesem Vertrag eine zweite Regelung von sozialpolitischer Dimension gelungen sei. "Innerhalb kürzester Zeit haben wir jetzt den Chipkarten-Vertrag abgeschlossen und die umfassende arbeitsmedizinische Betreuung für Österreichs Klein- und Mittelbetriebe sichergestellt", so Pjeta. Von der neuen Regelung sind rund 220.000 Betriebe mit insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten betroffen.

AUVA-Obmann Wolfgang Haunsberger sprach von einem Meilenstein bei den Bemühungen, das menschliche Arbeitsumfeld gesünder zu gestalten. Experten erwarten sich durch die gezielte arbeitsmedizinische Betreuung einen erheblichen Vorsorgeeffekt, der auch zu Effizienzsteigerungen der Betriebe beitragen werde. Der konkrete Start der jährlich einmal vorgesehenen arbeitsmedizinischen Begehungen in Betrieben bis zu 50 Beschäftigten ist nach Abschluß der notwendigen organisatorischen Vorbereitungen durch ÖÄK und AUVA kommenden Herbst zu erwarten. Für die flächendeckende Versorgung der österreichischen Unternehmen stehen vorrangig mehrere hundert niedergelassene Ärzte mit arbeitsmedizinischer Ausbildung einerseits und arbeitsmedizinische Zentren andererseits zur Verfügung. Weiters werden auch ArbeitsmedizinerInnen der AUVA eingesetzt.

Die Koordination des Einsatzes erfolgt durch Präventionszentren der AUVA, die in allen Bundesländern eingerichtet wurden. Die Betriebe können ihren Beratungsbedarf unter der österreichweit einheitlichen Servicenummer 0810/ 20 00 20-1000 anmelden.

Bei den arbeitsmedizinischen Begehungen haben ArbeitnehmerInnen regelmäßig Gelegenheit zur persönlichen Darstellung gesundheitlicher Probleme, die mit dem Arbeitsplatz verbunden sind. Die Erfahrungen aus der Praxis sollen zur laufenden Anpassung der Betreuung an geänderte Bedürfnisse führen, stellten ÖÄK-Präsident Pjeta und AUVA-Obmann Haunsberger anläßlich der Vertragsunterzeichnung abschließend fest. (Schluß)

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