Umweltdachverband ÖGNU: Aus Lassing nichts gelernt! Bergbehörden bleiben ein Sicherheitsrisiko - Einziges Motto: Verzögern und verheimlichen Bergbaukataster sofort verwirklichen

Wien (OTS) - "Österreichs Bergbehörden sind und bleiben ein Sicherheitsrisiko - sowohl in politischer wie auch in fachlicher Sicht", kritisiert Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes ÖGNU aus Anlaß der jüngsten Entwicklung rund um den Schwazer Bergbau. "Eine Behörde und ihr verantwortlicher Minister Farnleitner, die derart abgehoben und machtverliebt agieren, sind untragbar geworden. Der oberste Bergbauchef Farnleitner kann und darf sich nicht aus der Verantwortung entziehen. Der Dolomitabbau der Montanwerke wurde durch die Berghauptmannschaft Innsbruck genehmigt und hoffentlich auch überprüft. Nun ist es die Pflicht des Ministers, jeden nur erdenklichen Verdacht des Zusammenhanges mit dem Felssturz durch ein unabhängiges Expertenteam lückenlos aufzuklären."

Mehr Sicherheit und Transparenz sofort!

1. Sämtliche Stollenpläne, Sicherheitsvorschriften und Begehungsprotokolle des Dolomitbergwerkes in Schwaz müssen veröffentlicht werden

2. Sofortige Durchführung einer untertägigen Georisiko-Studie für den Bergbau in Schwaz

3. Unverzügliche Kartierung und Veröffentlichung sämtlicher österreichischer Stollensysteme aktiver und aufgelassener Bergwerke durch ein unabhängiges Gutachterteam

Das Unglück in Schwaz verdichtet erneut das Sittenbild der Bergkittelclique: "Eine geschlossene Gesellschaft, die keine abweichende Meinung duldet, unfähig ist sich zu erneuern und in ein demokratisches System einzugliedern", sagt Heilingbrunner. "Diese Menschen glauben offenbar, daß ohne sie gar nichts mehr geht und ihre zynische Bergbaubürokratie unersetzbar ist - das Gegenteil ist jedoch der Fall."

Die Innsbrucker Berghauptmannschaft ist überhaupt Spezialist für sonderbare Verhaltensweisen: Kurz vor Beschlußfassung des neuen Mineralrohstoffgesetzes im vergangenen Dezember wollte man z.B. in Bad Häring, Bez. Kufstein, die Fläche des örtlichen Steinbruches noch geschwind verdreifachen. Damaliger Kommentar der Bergbehörde:
"Wir tun einmal so, als ob nichts wäre."

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