NÖ Umweltbericht 1999 erschienen

Sobotka: 20 % mehr Umweltbewußtsein bei 80 % der Bevölkerung

St.Pölten (NLK) - In St.Pölten präsentierte heute Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka den unter Federführung der Koordinierungsstelle für Umweltschutz (KfU) beim Amt der NÖ Landesregierung erstellten "NÖ Umweltbericht 1999", der auch die "Umweltperspektiven NÖ" enthält. Sein Credo lautet "80 Prozent der Bevölkerung sollen 20 Prozent mehr Umweltbewußtsein und -aktivitäten entwickeln". Der Umweltschutz, der nunmehr im Land ressortübergreifend verankert sei, gelte heute, abgesehen von Spezialfällen, nicht mehr der nachträglichen Reparatur, sondern sei ein vorsorgender, nachhaltiger, mit enormer Tragweite, aber oft ohne spektakuläre Schlagzeilen, so Sobotka.

Neben den von Sobotka besonders forcierten Themen des NÖ Umweltsystems (NUS), der Naturgartenaktion und dem Klimabündnis, bei dem man mittlerweile bei 68 beigetretenen Gemeinden hält, nannte Sobotka auch eine Reihe weiterer Aktivitäten von der Ökopädagogik über die Abfallvermeidung bis zum Einsatz von Elektroautos. Das derzeit 40 Stellen umfassende Luftgütemeßnetz soll innerhalb von zwei Jahren auch in bezug auf atomare Frühwarnung ausgebaut werden. Im Bereich der Biomasse verfügt Niederösterreich derzeit über 113 Anlagen mit einer Leistung von 130 Megawatt.

Der im Mai 1998 gegründete Antiatom-Arbeitskreis verfolge mit dem Anbieten von Alternativen das Ziel eines mittelfristigen Ausstieges der Länder um Österreich aus der Atomenergie. Im Herbst wird außerdem ein eigener NÖ Atombeauftragter namhaft gemacht. In der Frage der Regenwassernutzung für den Haushalt werden wissenschaftliche Forschungsaufträge vergeben. In Belangen der Raumordnung stehen nunmehr insgesamt 450 Millionen Schilling Strukturmittel zur Verfügung. Kleinregionale Entwicklungskonzepte sind für Sobotka der Ansatz zu einem Paradigmenwechsel, Raumverträglichkeitsprüfungen in bezug auf Versiegelung oder Verkehrsaufkommen ein großer umweltpolitischer Aspekt.

Im Bereich des Waldes ist Niederösterreich mit einem Anteil von 40 Prozent und einem Zuwachs von 7.000 Hektar zwischen 1985 und 1990 das waldreichste Bundesland hinter der Steiermark. Dementsprechend liegt auch der Hauptschwerpunkt der alternativen Energieformen auf der Biomasse. Zudem wird ab Herbst 1999 Holz als Bau-, Werk- und Veredelungsstoff verstärkt beworben. Der CO2-neutrale und einen Beitrag zu regionaler Wertschöpfung und dem Klimabündnis liefernde Rohstoff, der derzeit nur zu 10 Prozent am Bau Verwendung findet, soll in Abstimmung mit dem von Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann in Auftrag gegebenen Holz-Cluster möglichst breit bekannt gemacht werden.

Den "NÖ Umweltbericht 1999" erhält man zum Preis von 90 Schilling beim Tonbandbestelltelefon der KfU unter 02742/200-5289.

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