Vertragsunterzeichnung S 2 Wien - Laa an der Thaya

Pröll: Enorme Aufwertung für Region um Laa

St.Pölten (NLK) - In Laa an der Thaya wurde heute von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Verkehrsminister Dr. Caspar Einem ein Vertrag zum zweigleisigen Ausbau der S 2 zwischen Wien und Laa an der Thaya sowie zur Elektrifizierung des Streckenabschnittes Mistelbach - Laa an der Thaya unterzeichnet. Aus dem Vertrag zwischen Bund und Land Niederösterreich erwachsen Gesamtkosten von rund 1,36 Milliarden Schilling, der Landesanteil liegt bei 20 Prozent, das sind 272 Millionen Schilling. Die Kosten für die vom Land Niederösterreich durch die NÖVOG bei den ÖBB bestellten zusätzlichen Verkehrsleistungen betragen 9,86 Millionen Schilling jährlich.

Pröll sprach bei der Vertragsunterzeichnung von einem historischen Tag für die Region um Laa. Niederösterreichs Weg vom Grenzland zum Kernland habe Konsequenzen auch für die Verkehrsinfrastruktur. Eine ausgebaute S 2 werde dabei eine entscheidende nationale und internationale Rolle spielen. Bei Umsetzung des Zeitplanes mit Baubeginn 2001, Bauende 2003 und Fahrplanwechsel 2004 werde die Region um Laa eine enorme Aufwertung erfahren. Zum einen hätten die Pendler enorm viel Gewinn an Lebensqualität und bis zu einer Stunde pro Tag mehr für Freizeit oder Familie zur Verfügung. Zum zweiten werde damit der wichtige Grundsatz erfüllt, den öffentlichen Verkehr so attraktiv zu gestalten, daß möglichst viele Menschen ihr Auto zuhause stehen lassen. Der Schnellbahnausbau zwischen Wien und Mistelbach mit einer Steigerung von vier auf sechs Millionen Fahrgäste habe bereits gezeigt, daß ein attraktives Angebot die Menschen anspreche. Er sei überzeugt, so Pröll, daß durch den Ausbau nach Laa die erwartete Steigerung um weitere 1,2 Millionen Fahrgäste erreichbar sei, wenn die Bevölkerung dieses attraktive Angebot auch annehme. Zum dritten steige damit die Qualität des Standortes Laa an der Thaya, das attraktiv für Betriebsansiedlungen werde. Damit entspreche das Projekt dem Ziel des Fitness-Programmes, in Form von Investitionen für einen besseren Standort und attraktivere Lebensqualität in der Region.

Einem erinnerte an den mühsamen Weg bis zur Vertragsunterzeichnung. Es gehe um eine wirtschaftliche, effiziente und gute Lösung mit dem Einsatz von Steuermitteln. Geld und Wille seien nun vorhanden, wozu auch die Beharrlichkeit der Vertreter der aus der Region beigetragen habe. Landeshauptmann Pröll und er wüßten, was sie den niederösterreichischen Pendlern schuldig seien. Sie beide hätten nur in bezug auf den Semmering einen unterschiedlichen Standpunkt und ansonsten viele gemeinsame Standpunkte.

Konkret sieht der Vertrag den durchgehenden zweigleisigen Ausbau zwischen Gerasdorf und Wolkersdorf, die Errichtung des Bahnhofes Ladendorf und die Elektrifizierung zwischen Mistelbach und Laa an der Thaya vor. Die damit verbundene Fahrplanverbesserung bringt eine Fahrtzeitverkürzung zwischen Laa an der Thaya und Wien um bis zu 30 Minuten, werktags einen Stundentakt zwischen Wien und Laa an der Thaya, einen 30-Minuten-Takt zwischen Wien und Mistelbach sowie einen 15-Minuten-Takt zwischen Wien und Wolkersdorf. Der Bahnhof Wien-Nord wird ohne Umsteigen in Mistelbach von Laa an der Thaya aus in 75 Minuten erreichbar sein.

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