Rundum sicher Wohnen - auch im Urlaub

Mietervereinigung Österreichs gibt praktische und juristische Tips

Wien (OTS) - Auch die schönste Urlaubslaune verfliegt augenblicklich, wenn man feststellen muß, daß ungebetene Gäste den eigenen vier Wänden während der Ferien einen Besuch abgestattet haben. Mit einigen einfachen Maßnahmen kann dem jedoch effektiv vorgebeugt werden. Damit es bei der Heimkehr keine langen Gesichter gibt:

- Signalisieren Sie nicht, daß Sie auf Urlaub sind, d.h. beispielsweise keine Hinweise über die Dauer Ihres Urlaubs auf ihrem Anrufbeantworter hinterlassen

- Postwurfsendungen und Werbezettel von Nachbarn oder einem "house-sitter" regelmäßig entfernen lassen, ebenso den Briefkasten leeren lassen (oder ein Urlaubsfach bei der Post mieten)

- Vernünftig ist es ebenfalls, Jalousien und Vorhänge auf- und zuziehen zu lassen oder mittels Zeitschaltuhr am Abend Lichter in unregelmäßigen Abständen einzuschalten.

Zur Sicherung ihrer Wohnung sollten Sie:

  • alle Fenster und Türen schließen und gut versperren
  • Leitern, Tische und Sessel vom Balkon wegräumen Als weitere Vorsichtsmaßnahmen empfiehlt sich
  • Schmuck und Wertgegenstände bei der Bank zu deponieren
  • eine Liste (und eventuell Fotos) der Wertgegenstände, die in der Wohnung verbleiben, anzulegen
  • Angehörigen oder Freunden die genaue Reiseroute und Urlaubsanschrift mitzuteilen, damit Sie im Notfall erreichbar sind

Aber auch in einem anderen Bereich, ist es wichtig, geschützt zu sein. Denn was tun Sie, wenn Sie aus dem Urlaub zurückkommen und Ihr Vermieter hat Ihnen in der Zwischenzeit per eingeschriebenem Brief gekündigt ? Auch wenn Sie die gerichtliche Aufkündigung nicht persönlich annehmen konnten, gilt die Zustellung ab dem Hinterlegungsdatum beim Postamt als erfolgt. Ab diesem Zeitpunkt besteht eine vierwöchige Einspruchsfrist beim Bezirksgericht. Nicht zuletzt dank den Bemühungen der Mietervereinigung Österreichs wurde die zweiwöchige Einspruchsfrist mittlerweile auf vier Wochen verlängert - erst wenn man länger als vier Wochen auf Urlaub (d.h. ortsabwesend) war, kann es daher Probleme geben. Beim Einspruch gelten Flugticket, etwaige Stempel im Reisepaß oder Hotelrechnungen als Nachweis, daß man zum Zeitpunkt der Zustellung tatsächlch verreist war.

- Wer also länger als vier Wochen nicht in seiner Wohnung ist und auf jeden Fall auf Nummer sicher gehen will, sollte unbedingt einen Postrücksendeauftrag einrichten ! In diesem Fall werden eingeschriebene Briefe nämlich an den Absender retourniert und können tatsächlich nicht zugestellt werden. (Schluß)

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