KfV fordert: Weiterhin verstärkte Kontrollen der 0,5-Promille-Grenze Alkoholtote gegenüber Vorjahr verdoppelt - jedoch weniger Tote als vor der 0,5-Promille-Regelung

Wien (OTS) - Auch für die Zukunft eine verstärkte Überwachung der gesetzlich festgesetzten Alkoholgrenze fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit angesichts der steigenden Zahl der Toten bei Alkoholunfällen auf das Doppelte gegenüber dem Vorjahr. Waren es 1998 nach unmittelbarer Einführung der 0,5-Promille-Grenze noch 20 Tote von Jänner bis Mai, so ist die Zahl heuer im gleichen Zeitraum auf 41 angestiegen. Wenn man bedenkt, daß 1997 - vor der Einführung der 0,5-Promille-Regelung - alle tödlichen Unfälle, die mit einer Alkoholisierung zwischen 0,5 und 0,8 Promille verursacht wurden, damals noch nicht eingerechnet wurden (42 Tote), so ist hier noch immer eine positive Wirkung des neuen Gesetzes zu verzeichnen.

Die Exekutive ist hier in ihrer Funktion als Überwachungsorgan gefordert. Offenbar hat sich das lebensrettende Motto "Don't drink and drive" noch nicht vollständig bei den Kraftfahrzeuglenkern durchgesetzt. Weitere verstärkte Kontrollen würden dies wieder ins Bewußtsein der Bevölkerung rufen.

Daß mit Alkohol auf der Straße nicht zu spaßen ist, zeigt auch das eklatant steigende Risiko mit jedem Zehntel Promille. So ist bei 0,5 Promille die Unfallgefahr schon doppelt so hoch, bei 0,8 Promille steigt sie bereits auf das Vierfache und bei 1,2 Promille ist die Unfallgefahr sogar 12mal höher als im nüchternen Zustand.

Gesetzliche Straßenverkehrsregelungen wirken in Österreich leider nur in Verbindung mit ausreichenden Kontrollen. Die Verantwortlichen sollten aber alle Kräfte mobilisieren, um eine Umkehr der negativen Unfallbilanz zu erreichen.

In der Woche vom 5. Juli bis 11. Juli 1999 ereigneten sich auf Österreichs Straßen 18 tödliche Verkehrsunfälle mit 19 Toten. Unfallursachen waren: Nicht angepaßte Geschwindigkeit (13), Vorrangverletzung (1), Überholen (1), Herzversagen (1), Reifendefekt (1) und Unachtsamkeit (1).

Vom 1. Jänner bis zum 11. Juli dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 521 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 443 Menschen tödlich.

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