Gewerbeverein: ORF nicht willens fremdsprachiges Hörfunkprogramm zu gestalten

Wien (OTS) - Da der ORF nicht willens ist, ein durchgehendes fremdsprachiges Hörfunk-Programm zu gestalten, sollte man dies der Privatwirtschaft überlassen - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) in einer Presseaussendung.

In Österreich wurde immer wieder eingewendet, Private könnten Verschiedenstes nicht - man muß dies der öffentlichen Hand überlassen - klar die Kontrollverlustsängste hielten sich so in Grenzen. So begann das bei der Müllabfuhr und endete bei der Telekommunikation. Der ORF betrieb bisher halbherzig den Sender Blue Danube Radio (BDR), obwohl dort hervorragende Leute beschäftigt sind. Diese Unlust der ORF-Granden führte dazu, daß BDR keine "Vera"-Quoten brachte. Das war das Argument, ab November 1999 nunmehr einen Berieselungssender namens Radio 4 aus BDR/FM4 zu machen.

Der ORF glaubt damit, eine gesetzliche Regelung geschickt umgehen zu können und überdies unfairerweise seine geballte Übermacht mit staatlichem Rückhalt gegen private Mitbewerber auf einem heißumkämpften Sektor ausspielen zu können.

Die Schlappe gegen Antenne Steiermark scheint vergessen zu sein. Bei einem "Radio (angebrachter wäre wohl "Kanal") 4", das nur von 6:00 a.m. bis 2:00 p.m. Nachrichten, Musik und Werbung für 14 -29jährige fremdsprachig sendet, kann man wohl nicht mehr von einem fremdsprachigen Hörfunk-programm sprechen.

Der ÖGV schlägt daher zum Rundfunk-Gerangel folgende konstruktive Lösung vor:

  • Dem unwilligen ORF die vierte Lizenz zu entziehen.
  • Einsetzen eines Rundfunkregulators (ähnlich wie Telekommunikation und Bahn)
  • Dieser versteigert die Ex-BDR-Frequenzen an den Bestbieter unter jenen Bedingungen, wie sie die Gesetze vorsehen und dem Leitbild, das BDR bei seiner Gründung hatte. Der ORF ist selbstverständlich als Erwerber ausgeschlossen. Internationale Sender - wie etwa BBC - oder facheinschlägige Konsortien sind herzlich eingeladen.

Der ÖGV geht mit Sicherheit davon aus, daß es genug fähige Radiomacher gibt, die das - ohne Zuschüsse - zusammenbringen, was der mit Rundfunkgebühren zur Hälfte gepäppelte ORF nicht kann.

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