Haiden: Firmen bereiten systematisch Umstellung auf den Euro vor

Nur 6% haben sich bisher keine Gedanken über der Umstellungs- zeitpunkt gemacht

PWK - Immer mehr Firmen bereiten sich systematisch auf die Euro-Umstellung vor. 25% der österreichischen Unternehmen werden bereits Ende des Jahres umgestellt haben, 70% nehmen sich dies für die nächsten zwei Jahre vor, lediglich 6% haben sich noch keine Gedanken über den Umstellungszeitraum gemacht. Diese Ergebnisse einer WKÖ-Umfrage präsentierte heute Vizepräsident Rene Alfons Haiden im Rahmen des Kammertages. Nur 7% jener Firmen die bereits umgestellt haben, wurden mit größeren Problemen konfrontiert. Insgesamt 94% aller Betriebe werden spätesten mit 1.1.2001 eurofit sein. Eine wichtige Aufgabe für die Wirtschaftskammern werde in diesem Zusammenhang die rechtzeitige Bargeldversorgung im Rahmen des dualen Bargeldumlaufs werden. ****

Als größte Herausforderung der nächsten Zeit bezeichnete Haiden den "Milleniums Bug", die Jahr 2000-Umstellung, sowie die Vorbereitung auf den electronic-commerce, also die Geschäftsabwicklung über Internet-Technologien. Gerade für das Jahr 2000-Problem biete die Wirtschaftskammer bereits seit längerem umfangreiche Informationen, Checklisten und vieles mehr im Internet an. Das Angebot wird über den Sommer noch umfassend erweitert. Zwei Drittel der Betriebe sind nicht zuletzt nach Beratungen mit WK-Experten bereits auf die Jahrtausendwende vorbereitet.

Als besonders gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Veranstaltung nannte Haiden das im Mai '99 stattgefundene Europartenariat. An dieser größten internationalen Kooperationsbörse für KMU nahmen insgesamt 4.000 Firmen aus aller Welt teil. Die Erfolgsquote für neue Exportabschlüsse oder Kooperationen liegt bei 40%. "Mindestens 170 österreichische Unternehmen werden erstmals exportieren oder mit einem Partner kooperieren", betonte Haiden. Umfragen haben ergeben, daß über 90% mit der Durchführung der Veranstaltung zufrieden waren.

Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender kritisierte heute WKÖ-Vizepräsident Haiden und warf ihm Untätigkeit und fehlenden Kampfesmut im Zusammenhang mit Reformen in der Kammer vor. Der WKÖ-Kammerführung unterstellte RFW-Fraktionsobmann Helmut Haigermoser den Mißbrauch von Kammergeldern für Publikationen und Veranstaltungen und forderte eine faire und gleichberechtigte Behandlung aller wahlwerbenden Gruppen in der Wirtschaftskammer. Starke Belastungen sieht Haigermoser mit der Einführung der Chipkarte anstelle des Krankenscheins und der Neuregelung des Karenzgeldes auf die Unternehmen zukommen. In der aktuellen Diskussion über die Kammerfinanzierung werde es der RFW nicht zulassen, "daß ein Keil zwischen Industrie und Mittelstand getrieben wird. Da sitzen wir alle in einem Boot". Im Zusammenhang mit der Liberalisierung des Strommarktes forderte Haigermoser niedrigere Strompreise für alle, "auch für den Mittelstand".
(Schluß) MH

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