Prammer: Maklerverordnung nicht aufheben, sondern verbessern!

Aufhebung würde höhere Kosten für viele Wohnungssuchende bedeuten.

Wien (OTS) - Die Provisionshöchstsätze der Makler sind immer wieder Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Keinesfalls aber darf die in langen Verhandlungen entstandene Verordnung, wie vom Wirtschaftsminister angekündigt, nunmehr aufgehoben werden. "Dies würde bedeuten, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Die Verordnung darf nicht aufgehoben, sondern muß verbessert werden. Alles andere wäre ein völlig falsches Signal und würde vor allem zu höheren Kosten für viele Wohnungssuchende führen", betont Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis und muß leistbar bleiben. Um die KonsumentInnen zu schützen, bestehen daher seit langem rechtliche Regelungen, welche die Obergrenzen für Provisionen von Immobilienmaklern festlegen. Würde diese Regelung aufgehoben, wären vor allem jene Wohnungssuchenden, die dringenden Wohnungsbedarf haben und sozial schlechter gestellt sind, mit unverhältnismäßig hohen Provisionen belastet.

Die derzeit geltende Immobilienmaklerverordnung aus dem Jahr 1996 ist ein Kompromiss zwischen den Maklern und der Konsumentenseite. In einzelnen Fragen konnten sehr sachgerechte Lösungen erreicht werden, ein Beispiel sind die reduzierter Provisionen bei der Vermittlung befristeter Mietverträge. Andere Fragen sind allerdings noch verbesserungswürdig (z.B. eine differenzierte Provisionssenkung, stärkere Sanktionen gegen Makler bei schlechter Wahrung der Kundeninteressen).

Die in langen Verhandlungen entstandene Verordnung zur Gänze aufzuheben, würde viele sinnvolle Regelungen zunichte machen und einen massiven Rückschritt bedeuten. "Das Abschaffen der Verordnung ist keine Lösung. Vielmehr ist es nun wesentlich zielführender, in Verhandlungen eine weitere Verbesserung für die KonsumentInnen zu erreichen", betont Prammer abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

BM für FrauenAngelegenheiten und
Verbraucherschutz, Robert Wier
Tel.: 01/71172/4621

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MFR/OTS