Brauner: Freigabe von Makler-Provision trifft sozial Schwache

Forderung nach Senkung der Provision auf zwei Nettomonatsmieten

Wien, (OTS) Mit Unverständnis reagierte Donnerstag die Wiener Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner auf die Vorschläge des Wirtschaftsministers, die Immobilienmaklerverordnung zu verändern. "Die Freigabe der Makler-Provisionen wird", so die Einschätzung Brauners, "keineswegs zu einer allgemeinen Senkung der Provisionen führen". Zu erwarten sei vor allem im Segment der preisgünstigen Wohnungen in Wien die Zunahme des Druckes und die sprunghafte Erhöhung der Provisionen.

"Diejenigen Gruppen, welche auf leistbaren Wohnraum
angewiesen sind, wären durch die geplante Freigabe der Provisionen den Maklern schutzlos ausgeliefert. Dies trifft etwa junge
Familien, sozial Schwache aber auch viele MigrantInnen in Wien besonders hart", so ihr Argument.

Forderung nach Senkung der Provision auf zwei Nettomonatsmieten

Auch Brauner sieht Handlungsbedarf bei der Immobilienmaklerverordnung, allerdings nicht durch unsoziale Deregulierungsmaßnahmen sondern durch eine fixierte Senkung der Höchstgrenzen. Denn bisher hätten die Makler die Höchstgrenzen mit drei Monatsmieten oder drei Prozent des Kaufpreises großzügig ausgeschöpft. "Wohnungssuchende müssen heute in Wien durchschnittlich 20.000 Schilling bei Mietwohnungen und 70.000
fürs Eigentum hinblättern". Dies seien die höchsten Provisionen in Europa.

Um den Wohnungsmarkt zu entlasten, den Zugang zu preisgünstigen Wohnungen weiterhin offen zu halten, müsse man die Provisionen senken. Dem Vorschlag der AK, die Höchstgrenze auf
zwei Nettomonatsmieten, im Durchschnitt also 10.000 Schilling, zu begrenzen, könne sie sich voll inhaltlich anschließen. (Schluß) wb

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