Alpen zwischen Naturparadies und Zerstörung

Ausstellung im Wiener Rathaus zeigt fotografische Bestandsaufnahme

Wien, (OTS) Die Alpen zwischen Naturparadies und Zerstörung, das ist immer wieder ein heiß diskutiertes Thema. Die Errichtung des Nationalparks Hohe Tauern, Kraftwerks-, große Skizirkus- oder Verkehrsprojekte - Beispiele gibt es auch in Österreich in den letzten Jahren genügend. "Schöne neue Alpen - Eine Ortsbesichtigung", eine Ausstellung in der Volkshalle des Wiener Rathauses, zeigt ab Samstag, den 10. bis Sonntag, den 25. Juli
1999 täglich von 10 bis 18 Uhr die Gratwanderung zwischen Alpenwirklichkeit und Alpenmythos. Die Wanderausstellung der Gesellschaft für Ökologische Forschung München ist eine fotografische Bestandsaufnahme von Slowenien bis zu den französischen Seealpen und von Garmisch bis Como. Sie wird in Wien von der CIPRA Österreich (Internationale Alpenschutzkommission) in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien gezeigt. Die offizielle
Eröffnung der Ausstellung findet am Montag, den 12. Juli durch Nationalratspräsident und Präsident der Naturfreunde Österreich, Heinz Fischer und dem Vorsitzenden des Wiener Gemeinderatsausschusses für Umwelt und Verkehrskoordination, Gemeinderat Heinz Hufnagl, statt.****

Heinz Fischer zum Ausstellungsthema: "Die Alpen sind weder
ein Schutzgebiet, noch Museum noch Dachgarten für Tourismus. Sie stellen im wesentlichen einen wichtigen Lebensraum für Millionen von Menschen dar, dessen Qualität es im Rahmen einer europäischen Entwicklung zu sichern gilt."

Die Ausstellung der Autoren Sylvia Hamberger, Oswald Baumeister, Rudi Erlacher und Wolfgang Zängl - die Fotos stammen zum Großteil von ihnen - zeigt die Alpen zwischen Verstädterung und Entsiedelung, sie dokumentiert die Entwicklungen und Folgen
von Verkehr, Energiepolitik und Tourismus. Sie berichtet vom Widerstand gegen die Zerstörung der Alpen und präsentiert neue Konzepte und Modellbeispiele für die Zukunft. Die Ausstellungsmacher wollen weder Postkartenidylle noch Katastrophenszenarien bieten, sondern eine differenzierte
Sichtweise der Alpen, ihrer mannigfachen Kultur, ihrer
vielfältigen Natur und ihrer aktuellen Problematik.

Für Wien als großes Ballungszentrum sind die Alpen wichtiger Erholungsraum, aber vor allem auch für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung von großer traditioneller Bedeutung. Diese Versorgung mit frischem Quellwasser für die 1,6 Millionen
Einwohner Wiens zu rund 97 Prozent das ganze Jahr über ist für eine Großstadt weltweit einmalig. Wien hat die Gewinnung von Trinkwasser aus Karstlandschaften der österreichischen Alpen (Raxalpe, Schneeberg, Schneealpe, Hochschwab) immer mit dem Schutz ihrer Lebensräume und ihrer natürlichen Ressourcen verknüpft. In den Quellenschutzgebieten gehören der Stadt Wien ca. 32.471 Hektar Wald. Die Stadt sorgt dafür, daß sie optimal geschützt werden. So betreibt das Forstamt der Stadt Wien naturnahe Waldwirtschaft. Das heißt, es werden keine Kahlschläge angelegt, keine Chemikalien eingesetzt und der Wald verjüngt sich von selbst. So entstehen stabile Mischwälder mit Baumarten, die dem Klima und dem Boden entsprechen. Denn beste Bodenverhältnisse und ein stabiler, natürlicher Wald sind die Voraussetzung für ausreichendes und gesundes Wasser.

Gemeinderat Heinz Hufnagl stellt daher zur Rolle Wiens in den Alpen folgendes fest: "Die Stadt Wien ist nie ausschließlich Wasserentnehmer gewesen, sondern hat durch naturnahe und bodenerhaltende Pflege auf eine dauerhafte Qualität der Quellenschutzwälder geachtet. Für viele Menschen aus Wien, Niederösterreich und der Steiermark sind diese Gebiete auch wesentliche Naherholungsgebiete. Zusätzlich werden für die Menschen in sonst klassischen Abwanderungsgebieten durch Dienststellen der Stadt Wien ortsverbundene Arbeitsplätze geschaffen." (Schluß) ma

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Zur Eröffnung der Ausstellung "Schöne neue Alpen - Eine Ortsbesichtigung" sind Sie herzlich eingeladen!

Programm:

o Begrüßung und Einleitung: Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident

Umweltdachverband ÖGNU
o Zur Ausstellung: DI Bettina Scheiderbauer, Geschäftsführerin von

CIPRA Österreich
o Eröffnung (Stadt Wien): GR Heinz Hufnagl, Vorsitzender des

Gemeinderatsausschusses für Umwelt und Verkehrskoordination
o Eröffnung: Nationalratspräsident Dr. Heinz Fischer, Präsident

der Naturfreunde Österreich
o Anschließend Buffet

Zeit: Montag, 12. Juli, 12 Uhr
Ort: Wiener Rathaus, Volkshalle (Eingang Rathausplatz) (Schluß) ma

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