Vier in Einem: Neue Steuereinheit von Visteon macht die Formel 1 noch schneller und zuverlässiger

Silverstone/Köln (ots) - Sie ist nicht größer als eine Zigarrenkiste, schwarz und unauffällig: Die jüngste Motorsport-Entwicklung von Visteon Automotive Systems, dem weltweit zweitgrößten Zulieferer von Automobilteilen und -systemen. In der "Blackbox" aber steckt High-Tech pur. Denn die elektronische Steuereinheit für das Formel 1-Team Stewart Ford Grand Prix sorgt durch außergewöhnliche Technik für noch mehr Schnelligkeit und Zuverlässigkeit auf der Piste. Der Clou des Visteon Vehicle Control Systems (VCS), das anläßlich des Formel 1-Rennens in Silverstone am Sonntag, 11. Juli 1999, erstmals vorgestellt wurde: Es vereinigt vier üblicherweise getrennte Steuerfunktionen in einem einzigen Bauteil und erledigt diese Funktionen zudem noch schneller als dies bisher möglich war.

Möglich wird dieser Fortschritt in erster Linie durch die enorme Rechenkapazität des VCS. In einer einzigen Sekunde verarbeitet es mehr als 100 Millionen elektronische Befehle. Auf diese Weise steuert das VCS gleichzeitig alle wichtigen Motorfunktionen, die Schaltung, das Differential, das "drive by wire"-System und die Kupplung.

Im Herzen des VCS steckt die Haupt-Kontrolleinheit. Sie ist über eine einzige Schnittstelle mit dem maßgeschneiderten Kommunikationsnetzwerk verbunden, das auch seinerseits nur eine Verteilerschnittstelle zur Verfügung stellt. Die Zahl der Kabelverbindungen im Fahrzeug wird damit entscheidend reduziert. Und das bedeutet: geringere Fehleranfälligkeit, höhere Zuverlässigkeit. Außerdem spart Visteon auf diese Weise Gewicht und Platz und trägt zur Kostenreduzierung bei. Zum Vergleich: Noch 1997 waren in einem Formel 1-Fahrzeug bis zu zwölf verschiedene Steuerboxen untergebracht.

Heute hingegen sind allein in der Haupt-Kontrolleinheit des VCS die Daten von 17 Rennstrecken und zwölf Mikroprozessoren gespeichert. Vier der Streckenkarten werden als Steuerkarten genutzt und agieren als individuelles Kontrollsystem für den Fahrer. Jede Karte nutzt einen 24 MHz, 32-bit-Mikroprozessor, um das Management des Steuergeräts, das Chassis und andere komplexe Funktionen zu kontrollieren. Damit ist VCS rund 30 Mal leistungsfähiger als vergleichbare Kontrollsysteme in einem Serienfahrzeug. VCS wurde innerhalb von 10 Monaten von Visteon in Zusammenarbeit mit den Elektronik-Spezialisten von Pi Research Development Ltd. in den Labors in den USA und in England entwickelt.

Visteon Automotive Systems wurde im September 1997 als Zusammenschluß sämtlicher Teile- und Komponenten-Werke der Ford Motor Company gebildet und ging aus der früheren Ford Automotive Products Operations hervor. Heute hat das Unternehmen über 77.000 Mitarbeiter in 21 Ländern. Insgesamt verfügt Visteon über mehr als 125 Fertigungsstätten, Verkaufsbüros, Entwicklungs- und Technikzentren. Visteon gehört zur Ford Motor Company. Die Hauptverwaltung befindet sich in Dearborn/Michigan (USA).

In Deutschland beschäftigt Visteon in den Werken der Ford-Werke AG über 3.800 Mitarbeiter. Das Werk Berlin fertigt Kunststoffteile, Düren produziert Achsen, Antriebsmodule und Getriebe-/Chassiskomponenten, aus Wülfrath kommen Lenkungen und Getriebeteile. Mehr als 350 Entwicklungs-ingenieure sowie Beschäftigte der Bereiche Marketing, Verkauf und Finanz arbeiten seit Herbst 1998 im Visteon-Technikzentrum in der Weinsbergstraße in Köln-Ehrenfeld. Dort werden unter anderem Airbag-Steuerungen und Klimaanlagen für kommende Serienfahrzeuge entwickelt. Darüber hinaus betreibt Visteon in Pulheim-Brauweiler im Westen von Köln ein modernes Entwicklungs- und Prüflabor, in dem vor allem Tests mit Klimaanlagen durchgeführt werden. In Wolfsburg eröffnete Visteon im Juni 1998 ein Verkaufs- und Technikbüro, um die Kontakte zu Volkswagen zu intensivieren.

Der Name Visteon setzt sich zusammen aus den beiden Worten "Vision" und "Äon" (griechisch, etwa für: Ewigkeit/Zeitalter).

Visteon für Journalisten im Internet: http://media.visteon.com/

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Visteon Automotive Systems
Öffentlichkeitsarbeit
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