AK Tumpel: Maklerprovisionen senken

Aufhebung der Höchstgrenzen würde Preisschub bewirken

Wien (OTS) – Als Angriff auf die Wohnungssuchenden bezeichnet AK Präsident Herbert Tumpel die heutige Ankündigung von Wirtschaftsminister Farnleitner, die Maklerverordnung aufheben zu wollen. "Die Mieter wären damit den Maklern schutzlos ausgeliefert und erpreßbar" warnt Tumpel. Österreich habe jetzt schon die europaweit höchsten Maklerprovisionen. Obwohl die Makler in Wahrheit nur für die Vermieter arbeiten, müssen die Mieter im Schnitt ein Fünftel der Jahresmiete zahlen, nur um eine Wohnung zu bekommen, das zeigt eine AK Studie. Eine Freigabe der Provisionshöhe würde zu einem Preisschub führen, warnt Tumpel. Statt einer Aufhebung der Provisionsgrenzen verlangt die AK von Wirtschaftsminister Farnleitner endlich eine deutliche Senkung der Maklerprovisionen. ****

Makler arbeiten für die Vermieter – und kassieren von den Mietern. Das zeigt eine zu Jahresbeginn veröffentlichte Studie der AK Mietrechtsexperten. Die damals festgestellten Mängel:
+ Bei 15 Prozent der Wohnungsvermittlungen wurden zu hohe Provisionen verlangt.
+ Die Hälfte der Makler informiert nicht über die Kosten.
+ Bei jeder dritten vermittelten befristeten Mietwohnung wurde
über die Kündigungsbedingungen nicht oder falsch informiert.
+ Bei 40 Prozent der Mietwohnungen wurden keine oder falsche
Angaben über die Mietenregelung gemacht.

Trotzdem sind die Maklerprovisionen extrem teuer und überhöht. Eine AK Untersuchung der Wohnkosten im vergangenen Jahr zeigt:
Österreich hat die europaweit höchsten Maklerprovisionen. Im Schnitt der europäischen Länder zahlen Mieter rund 3 Prozent einer Jahresbrutto-Miete (wenn überhaupt – in einer Reihe von Ländern zahlen die Vermieter), in Österreich hingegen fast 22 Prozent an den Makler.

Aus Sicht der AK gibt es daraus nur eine Konsequenz: Die Maklerprovisionen müssen gesenkt werden, die Einhaltung der Qualitätsbestimmungen strenger überwacht werden. Gegen eine Aufhebung der Provisionsgrenzen kündigt die AK scharfen Widerstand an.

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