Jährlich verletzen sich 52.000 Kleinkinder durch mangelhafte Wohnungseinrichtung

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungen und 'Sicher Leben' bieten Eltern neues Sicherheitsvideo

Wien (OTS) - Nirgends verletzen sich mehr Kleinkinder als in
den eigenen vier Wänden, obwohl sie in der elterlichen Obhut am sichersten sein sollten. Täglich müssen rund 140 Kinder unter 6 Jahren nach einem Unfall im Haushalt ins Spital. An den meisten dieser Unglücksfälle sind Wohnungseinrichtungen beteiligt, die nicht den Bedürfnissen und Fähigkeiten der kleinen Mitbewohner entsprechen.

Schwere Verletzungen verursachen Stürze vom Wickeltisch, aus Fenstern oder über Treppen, etwa mit einem Laufwagerl (rd. 1.000). Rund 450 Sprößlinge kommen mit Verbrühungen in die Notaufnahme: Sie übergießen sich mit brodelndem Fett, Brei oder Wasser, weil sie Kochtöpfe oder Bratpfannen vom Herd reißen oder unter bis zum Anschlag aufgedrehte Warmwasserarmaturen geraten. Durch Feuer erleiden jedes Jahr rund 550 Kleinkinder Verletzungen, der Großteil durch Rauchgase.

Die meisten schweren Haushaltsunfälle wären zu vermeiden, wenn Eltern wichtigee Verhaltensregeln einhalten und Sicherheitsvorkehrungen wie Sicherheitsthermostate, Fenstersperren, Herdschutzgitter oder Rauchdetektoren, verwenden würden.

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungen hat daher unter fachlicher Beratung des Institutes 'Sicher Leben' ein Informations- und Schulungsvideo mit dem Titel 'Hallo, hier bin ich -aber sicher!' produziert.

"Im Jahr 1998 verunglückten rund 52.000 Menschen bei Unfällen auf Österreichs Straßen. Ebenso viele Kinder unter 6 Jahren werden jedes Jahr im Haushalt durch Unfälle verletzt. Die Verkehrssicherheit hat im öffentlichen Bewußtsein bereits einen hohen Stellenwert, ein zumindest gleich starkes Bewußtsein gilt es auch für die Gefahren im Haushalt zu schaffen. Kinder müssen sich selbständig mit ihrem Lebensraum auseinandersetzen können. Aufgeschürfte Knie, blaue Flecken und zerrissene Hosen lassen sich dabei nie ganz vermeiden. Fensterstürze, schwerste Verbrühungen oder Schnittverletzungen durch splitterndes Glas sind jedoch lebensbedrohlich und dürfen nicht passieren. Geben wir den Kindern daher einen Wohnraum, der Erlebnisraum, aber auch sicherer Lebensraum ist', sagte Dr. Othmar Thann, Hauptgeschäftsführer des Kuratorium für Schutz und Sicherheit anläßlich der Präsentation des Videos in einem Wiener Kindergarten.

Wie im Leben der Eltern spielen auch im Video die Kinder eine Hauptrolle: Sara (3 Jahre), Birgit (1 Jahr), Geri (2 Jahre) und Max (4 Monate) erzählen sich in 'Guck mal wer da spricht?'Manier, was sie Aufregendes und Lustiges in einem kindersicheren Haushalt erleben.

Das Video kann beim Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zum Preis von 70 Schilling (zuz. Porto und Umsatzsteuer) bestellt werden.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel. (01) 715 66 44 - 322,
e -mail: thomas.lettner@sicherleben.at

Mag. Thomas Lettner,

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS