Schieneninfrastruktur als Wettbewerbsfaktor

Verkehrssymposium in Bratislava am 6. und 7. 7.

Wien (öbb): Im Rahmen des Vortrages "Schieneninfrastruktur als Wettbewerbsfaktor" stellt der ÖBB-Chef für Planung und Engineering Dipl.-Ing. Thomas Türinger anläßlich des Symposiums für Verkehr und Verkehrsinfrastruktur in Bratislava klar: "Die Region Bratislava -Wien ist ein zukünftiger Wirtschaftsraum. Wenn sie nicht auf die Schiene setzen, spielt sich die Zukunft dieser Region auf dem Abstellgleis ab." ****

Zukunft ist.
Die Prognosen für diese Wirtschaftsregion machen eines deutlich: Wenn nicht viel in die Schieneninfrastruktur investiert wird, sieht die Zukunft alles andere denn rosig aus: Tausende LKW frequentieren die einzige hochrangige Straßenverbindung zwischen den Ballungsräumen Wien und Bratislava. In Ermangelung von Umfahrungen müssen mehrere Gemeinden dieser Region durchquert werden. Fuhren 1996 auf der B9 (Preßburger Bundesstraße) 770 LKW /Tag werden es im Jahr 2015 täglich 1.200 LKW sein. Fuhren 1996 durchschnittlich mehr als 10.000 KFZ pro Tag, so werden es 2015 (so die Prognosen) 14.300 Kraftfahrzeuge sein. Für die Wahrung der Lebensqualität in den belasteten Gemeinden ist der weitere Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Wien und Bratislava Voraussetzung. Wird nichts getan, ist der tägliche Stau vorprogrammiert.

Wirtschaftsstandort Flughafen Wien-Schwechat
In den nächsten 15 Jahren ist am Flughafen Wien mit einer rund 150% Steigerung an Passagieren zu rechnen. Während 1997 etwa neun Mio. Reisende (davon 1,8 Mio. Transit) gezählt wurden, sollen es im Jahr 2015 ca. 25 Mio. (davon 7 Mio. Transit) sein. Ein ähnliches Bild (wenn auch etwas weniger stark ausgeprägt) bietet sich bei den am Flughafen Beschäftigten. Hier soll die Zahl im gleichen Zeitraum von 10.000 auf 17.000 Personen anwachsen.

All diese Zahlen führen nicht nur zu einem Engpaß bei den flughafeneigenen Infrastrukturen, sondern bedingen auch eine enorme Belastung für die Erschließungsrouten des Airports. Der Ausbau der Schiene ist auch hier eine echte Alternative.

Hinzu kommt: Haben 1997 rund je 50.000 Passagiere aus Ungarn und Tschechien sowie 230.000 Passagiere aus der Slowakei den Vienna International Airport als Abflughafen gewählt, so werden es im Jahr 2015 mehr als siebenmal so viele sein (je 500.000 aus Ungarn und Tschechien bzw. 1,4 Mio. aus der Slowakei). Mit diesen Zahlen ist auch eine Verbindung von Flughafen nach Osten zu rechtfertigen.

Schieneninfrastruktur als Wettbewerbsfaktor
Die Schiene ist - was die Standortgunst betrifft - unverzichtbar im internationalen Wettbewerb der Regionen - wie am Beispiel des Ballungsraumes Wien-Bratislava ersichtlich. Zudem ermöglicht der Schienenverkehr wirtschaftliches Wachstum unter gleichzeitiger Wahrung der Lebensqualität der in diesen Regionen lebenden und arbeitenden Menschen. Dies ist der entscheidende Vorteil gegenüber der ausschließlichen Erschließung durch ein hochrangiges Straßennetz. Denn die Schiene vermag neben ihrer Bedeutung für die Wirtschaftskraft eines Ballungsraumes auch die Umweltrentabilität für die Bevölkerung zu heben. In Hinkunft darf dieser Aspekt vor allem dann nicht übersehen werden, wenn es um die Frage des Nutzens von Investitionen in die Schieneninfrastruktur geht.

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