Landesregierung beauftragt Kartierung der Natura 2000-Gebiete

Bauer: Rechne mit erheblicher Verringerung der Gebietskulisse

St.Pölten (NLK) - Bei ihrer gestrigen Sitzung beschloß die NÖ Landesregierung, an eine Bietergemeinschaft, bestehend aus Umweltdachverband ÖGNU, Institut für Vermessung, Fernerkundung und Landinformation der Universität für Bodenkultur, ARGE Vegetations-ökologie und BirdLife Österreich, einen Auftrag zur flächendeckenden Erhebung, Bewertung und GIS-Implementierung der zu schützenden Lebensräume in den von Niederösterreich nominierten Natura 2000-Gebieten zu vergeben. Die Gesamtauftragssumme liegt bei 9.035.335 Schilling.

Wie Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer in diesem Zusammenhang festhält, werden seitens der Europäischen Kommission neue wissenschaftliche Erkenntnisse als Voraussetzung für eine Flächenreduktion der Natura 2000-Gebiete angesehen. "Mit diesem Auftrag zur flächenscharfen Abgrenzung erreichen wir nicht nur einen qualifizierten Ausschluß von Flächenanteilen, die nicht richtlinienrelevant sind, sondern auch Basisdaten für die Umsetzung der Erhaltungsverpflichtung. Durch dieses Vorhaben wird es zu einer wissenschaftlich fundierten Neudefinierung der Natura 2000-Gebiete kommen. Da zugleich die im Sinne der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie unwesentlichen Teilflächen identifiziert und ausgeschieden werden, ist mit einer erheblichen Verringerung der Gebietskulisse zu rechnen", so Bauer.

Mit dem Vorliegen der fachlich abgesicherten Daten bzw. der Fertigstellung des Gesamtprojektes ist im Herbst 2001 zu rechnen. Die drei alpinen Natura 2000-Gebiete Niederösterreichs sollen bereits bis zum Frühjahr 2000 flächenscharf abgegrenzt werden. Für die kontinentale biogeographische Region, an der Niederösterreich mit 16 gemeldeten Natura 2000-Gebieten Anteil hat, wird das Konzertierungsverfahren voraussichtlich erst im kommenden Jahr beginnen und frühestens 2001 abgeschlossen werden. Die Ausarbeitung von Managementplänen sowie eine Kostenschätzung für die erforderlichen Maßnahmen als weitere Projektinhalte sind unabhängig von diesem Auswahlverfahren jedenfalls für die bis spätestens 2004 erforderliche Umsetzung in landesrechtliche Vorschriften notwendig.

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