Wasserqualität der NÖ Flüsse wird immer besser

Blochberger: Verbesserungen durch Ausbau von Kläranlagen

St.Pölten (NLK) - Die Wasserqualität von Niederösterreichs Flüssen hat sich nach Erhebungen der Wasserwirtschaftsabteilung des Landes in den letzten Jahren merklich verbessert. "Die Verbesserungen im Zeitraum 1996 bis 1998 im Vergleich zu den Jahren 1992 bis 1995 sind maßgeblich auf den konsequenten Ausbau der kommunalen Kläranlagen zurückzuführen. In diesen drei Jahren wurden 8,8 Milliarden Schilling in den Ausbau und in die Verbesserung der kommunalen Abwasserentsorgung investiert. Rund 85.000 weiteren Landesbürgern wurde ein Kanalanschluß zur Verfügung gestellt", zieht Landesrat Franz Blochberger Bilanz.

Steigende Qualität wird folgenden Gewässern zugeordnet, wobei nach sieben Güteklassen unterschieden wird: von Güteklasse 1 (sehr gering belastet), 1 bis 2 (gering belastet), 2 (mäßig belastet), 2 bis 3 (kritisch belastet), 3 (stark verschmutzt), 3 bis 4 (sehr stark verschmutzt) und 4 (übermäßig verschmutzt):

Lainsitz und Kamp - von Güteklasse 2 bis 3 auf Güteklasse 2, im Oberlauf sogar Güteklasse 1 bis 2. Verbesserungen durch Kanalisation

Schmida und Göllersbach - von Güteklasse 3 auf Güteklasse 2 bis 3. Verbesserungen durch Kanalisation

Zaya und Taschelbach - von Güteklasse 3 bzw. 3 bis 4 auf Güteklasse 2 bis 3. Verbesserungen durch die Kläranlagen Ladendorf, Asparn und Mistelbach.

Weidenbach, von Güteklasse 3 bis 4 auf Güteklasse 2 bis 3. Verbesserungen durch Verbandskläranlage Bad Pirawarth

Triesting und Piesting - von Güteklasse 2 bis 3 auf Güteklasse 2. Verbesserungen durch Ausbau kommunaler Kanalisationsanlagen

Traisen und Gölsen - von Güteklasse 2 bis 3 auf Güteklasse 2. Verbesserungen durch kommunale Kanalisation und im Unterlauf durch Leistungssteigerung der industriellen Abwasserentsorgung

Ybbs - von Güteklasse 2 bis 3 auf Güteklasse 2. Verbesserungen durch Optimierung der Abwasseranlagen der Papier- und Zellstoffindustrie

Durch die Errichtung des Kanalisationsnetzes in Oberrußbach und die Ableitung der Schmutzwässer in die Kläranlage des Gemeindeabwasserverbandes Mittleres Schmidatal ist bis zum Jahr 2000 weiters eine Verbesserung der sehr starken Verunreinigung des Hundsgrabens, einem Nebengerinne der Schmida, zu erwarten. Bessere Wasserqualität werden in Zukunft auch der Straningbach, ebenfalls ein Nebengerinne der Schmida, durch die Kläranlage Straning und der Badener Mühlbach durch die Sanierung der biologischen Kläranlage Traiskirchen aufweisen.

Erst am Sonntag wurde in Hausleiten die Kläranlage des Abwasserverbandes Unteres Schmidatal eröffnet. Die Anlage, die mit 70 Millionen Schilling um mehr als 10 Prozent billiger gebaut wurde als veranschlagt, ist für 6.000 Einwohnerwerte ausgelegt. Blochberger:
"Der Abwasser-Entsorgungsgrad liegt in Niederösterreich derzeit bei 75 Prozent und soll sich bis 2010 auf 95 Prozent erhöhen. Mit dem Bau weiterer Kläranlagen und dem Ausbau der Kanalisation wird sich die Wasserqualität unserer Flüsse noch weiter erhöhen."

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