FISCHLER VERKÖRPERT DIE EUROPÄISCHE IDEE

FERRERO-WALDNER plädiert für geschlossene österreichische Unterstützung

Wien (OTS) "Franz Fischler verkörpert die Europäische Idee. Wir sollten als Österreicher geschlossen hinter ihm stehen und stolz darauf sein, daß wir mit ihm einen in allen Mitgliedsländern unbestritten Kommissar für ein so großes und wichtiges Ressort wie das Agrarressort stellen", sagte Staatssekretärin Benita FERRERO-WALDNER im Hauptausschuß des Nationalrates, der sich heute mit dem Nominierungsvorschlag der Bundesregierung für das Österreichische Mitglied der EU-Kommission befaßt.

FERRERO-WALDNER präsentierte heute den Vorschlag der Bundesregierung, Franz Fischler als EU-Agrarkommissar zu
nominieren. Er hat, so die Staatssekretärin, eine große Sachkompetenz eingebracht und bei der Bewältigung schwierigster Aufgaben - wie der BSE-Katastrophe oder in der Vorbereitung der Agenda 2000 - "enormes politisches Geschick" bewiesen. "Er hat
auch nichts mit den Problemen und Skandalen der zurückgetretenen Kommission zu tun gehabt", so die Staatssekeretärin.

Die Staatssekretätrin zitierte auch die renommierte britische Zeitschrift "Economist" , die Fischler bei einer Umfrage als "Klassenbesten" unter den 20 EU-Kommissaren benotete. Für FERRERO-WALDNER hat Fischler auch in der turbulenten Nachtsitzung, als die EU-Kommission über den fatalen "Weisenbericht" beriet,
Zivilcourage bewiesen. "Er erklärte als erster seinen Rücktritt, weil die Behörde aus seiner Sicht ihre Glaubwürdigkeit verloren hatte. Zehn Minuten später folgte das gesamte Kollegium", so FERRERO-WALDNER.

Als "Highlights" der Amtsperiode von Kommissar Fischler (1995-1999) nannte FERRERO-WALDNER:

1995 - 1999: Vereinfachung des Agrarrechts

1995 - 1999: Konzipierung, Verhandlung und Durchsetzung des Agrarteils der Agenda 2000 - die umfassendste Reform, die es in
der Geschichte der EU je gegeben hat. Die Fischler-Reform wird die europäische Landwirtschaft wettbewerbsfähiger machen.

1996: Erfolgreiches Management der von der britischen Regierung und der Delors-Kommission "geerbten" BSE-Krise gegen das massive Lobbying der britischen Regierung

1998: Reform der betrugsanfälligen EU-Marktordnungen für Oliven und Tabak

1998: Vorbereitung der Agrarpolitik auf die Einführung des Euro durch die Abschaffung des komplizierten agrimonetären Systems

1998: Aufnahme der Beitrittsverhandlungen und des Screenings mit den Kandidatenländern

1999: Rücktritt als Kommissar, ohne persönlich in die Betrugsvorwürfe verwickelt zu sein, um weiteren Schaden von der Kommission als Institution abzuwenden und einen Neuanfang zu ermöglichen

1999: Erfolgreiches Management der belgischen Dioxinkrise durch die umgehende Verhängung einer Marktsperre für kontaminierte Produkte gegen das massive Lobbying der belgischen Regierung

"Sogar der scheidende Präsident der EU-Kommission, Jacques Santer, ist voll des Lobes für unseren österreichischen Kommissar. Laut Santer habe er "vortreffliche" Arbeit geleistet und könnte dies auch in der neuen EU-Kommission wieder tun, so FERRERO-WALDNER. "Wir sollten daher geschlossen hinter ihm stehen, damit
er mit rot-weiss-roter Kraft für die Europäische Idee arbeiten kann", schloß die Staatssekretärin. (Schluß)

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