AK: Handy-Manie im Urlaub kann teuer werden

Wien (OTS) – Konsumenten können mit ihrem Handy im Urlaub Geld sparen, raten die AK-Konsumentenschützer: Sie müssen sich nur rechtzeitig bei ihrem Netzbetreiber über die Handy-Tarife im Ausland und die zusätzlichen Gebühren informieren. Übrigens sollten Reisende einen Adapter mitnehmen, da in Europa Steckdose nicht gleich Steckdose ist. ****

+ Preisgünstigsten Anbieter auswählen
Konsumenten können die Einwahl ins Netz des preisgünstigsten Anbieters auf ihrem Handy einstellen. Wie das geht, steht in der Betriebsanleitung des jeweiligen Handys. Wer sein Handy im Urlaub also ausgiebiger benützen will, soll sich beim heimischen Netzanbieter (A1 Mobilkom, Maxmobil oder One) über die
verrechneten Roamingtarife - Telefongebühren, die bei einem in Ausland bentutzen Handy anfallen - erkundigen. Ansonsten bucht
sich das Handy automatisch in das stärkste Netz am Standort ein, das jedoch nicht das preisgünstigste sein muß.

+ Gebühren auch für angerufenen "Handyman"
Handy-Besitzer, die im Urlaub angerufen werden, zahlen ebenfalls. Der Anrufer zahlt bei einem solchen Gespräch nur die übliche Gebühr, so, als wenn der Gerufene in Österreich wäre.
Der/die Handy(wo)man trägt die Kosten für die Weiterleitung des Gespräches von Österreich in das Urlaubsdomizil. Max, Mobilkom und One verrechnen im Privatkundentarif in den meisten europäischen Urlaubsländern Passivgebühren von 7,10 bis 9,70 Schilling pro Minute. Bei einem Wertkartenhandy steigen die Minutenkosten auf
bis zu 12,38 Schilling.

+ Roamingtarif bei Österreich-"Calling"
Wer im Urlaub nach Hause anruft, dem wird der Tarif des ausländischen Netzbetreibers samt einen Roaming-Aufschlag berechnet. Im Ausland gelten völlig andere Haupt- und Nebenzeiten. Die AK-Konsumentenschützer raten, Gespräche eher in die Abendstunden zu verlegen - da kommt man günstiger weg.

+ Auslandsruf: Unterschiedliche Tarife
Wer vom Handy einen Festnetzanschluß im ausländischen Ferienort anwählt, zahlt für dieses Inlandsgespräch den "Gastroamingpreis" des ausländischen Netzbetreibers. Dieser Tarif kann sich von den Inlandspreisen des Gastnetzbetreibers für seine eigenen Kunden deutlich unterscheiden und enthält noch einen zusätzlichen Roamingaufschlag der österreichischen Mobilfunkbetreiber.

Von Handy zu Handy im Ausland, die in Österreich angemeldet
wurden, zahlt der Anrufer den Tarif des ausländischen Netzbetreibers plus Roamingaufschlag - der Empfänger der Nachricht die Passivgebühren seines Betreiber für ankommende Gespräche.

+ Mailbox abschalten
+ Wer am Strand seine Nachrichten abhören möchte, zahlt genausoviel wie bei einer Gesprächsverbindung nach Österreich.
+ Bei fehlgeschlagenen Anrufen können gleich doppelte Kosten anfallen: Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, weil besetzt ist, keine Verbindung zustandekommt oder einfach nicht abgehoben wird, so fällt beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der Gastroamingtarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an.

Tip der AK-Konsumentenschützer: Mit einer ständigen Rufumleitung gelangen die Anrufe ohne Umweg übers Ausland zur Mobilbox – das spart Geld. Noch besser: Die Mobilbox ganz abschalten.

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