Novotny: Absage der 1. Runde in der 1. Division als Neuanfang

Vereinigung der Fussballer: Kurzfristiger Kompromiss für langfristige Zukunft!

Wien (KMfB/ÖGB). Im "Sinne des Fußballs" will sich die "Vereinigung der Fussballer" in der Gewerkschaft Kunst, Medien, freie Berufe (KMfB) VdF mit der österreichischen Fußballbundesliga auf eine kurzfristige Einigung bei der Nachwuchsregel in der
ersten Division einigen. Möglichkeiten dafür gibt es einige -vorausgesetzt auch die Bundesliga gibt sich kompromissbereit., stellt der Vorsitzende der VdF, Dr.Rudolf Novotny, heute zur aktuellen Auseinandersetzung in der Fussballliga fest. ++++

Novotny: "Wir möchten aber nochmals festhalten, dass dieses Thema und unser Anliegen eine allgemein akzeptierte Regelung für die Nachwuchsspieler in der 1. Division festzulegen, der Bundesliga
seit über einem Jahr bekannt ist.
Als die Regelung mit 5 Nachwuchsspielern am Spielbericht im Mai
für die nächste Saison beschlossen wurde, haben wir sofort auf mögliche Probleme hingewiesen und unsere Ablehnung für diese Maßnahme mitgeteilt. Es kann und darf jedoch nicht unser
Umgangston mit einem Partner sein, das Ersuchen um Aufnahme von neuerlichen Gesprächen mit einer Streikdrohung zu verbinden.

Am 17. Juni haben wir Bundesligapräsident Frank Stronach gebeten sich für eine -für alle Beteiligten - akzeptable Lösung einzusetzen. Die Bundesliga war also ausreichend über die
Bedeutung dieses Themas informiert."

Der VdF-Vprsitzende weiter: "Nachdem erst viel zu spät von der Bundesliga überhaupt Gesprächsbereitschaft signalisiert wurde und es dann zu keiner Einigung kam, ist die Verschiebung der 1. Runde als erfreulich zu bezeichnen. Es wäre heute bei einer wie geplant angesetzten Durchführung der Spiele unweigerlich zu mannschaftsinternen Konflikten zwischen Spielern und
Vereinsführung gekommen.

Wir hoffen auf Verständnis für die Spieler in einer für sie ungewollten Situation:
Bei schlechten Leistungen wird ihnen Verantwortungslosigkeit gegenüber dem österreichischen Fußball vorgeworfen. Wenn sie sich für eine sinnvolle Regelung einsetzen, passiert dies ebenfalls. Welcher Weg ist nun der richtige?

Wir werden nun mit der Bundesliga einen Kompromiss anstreben -
eine Regelung, die eventuell nur für die kommende Saison Gültigkeit hat. Einig sind wir uns darüber, dass eine Arbeitsgruppe einberufen werden soll, die das Ziel hat, ein langfristig gültiges Konzept zur Förderung des österreichischen Fußballnachwuchses zu erstellen. In dieser Arbeitsgruppe werden nicht nur die Spieler, sondern auch die Trainer vertreten sein.
Wir werden daher versuchen mit der Bundesliga ehestbaldig eine Einigung zu erzielen, damit einem Meisterschaftsstart nicht im Weg steht", schloss Novotny. (Bac-)

ÖGB, 6. Juli 1999 Nr. 353

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