Eröffnung der Salzburger Festspiele am 24. Juli

Festveranstaltung in der Felsenreitschule – Barbara Fritschmuth ist Festrednerin 1999

Salzburg (OTS) - Die Salzburger Festspiele 1999 werden am
Samstag, 24. Juli, um 10.30 Uhr eröffnet. Die
Festveranstaltung in der Felsenreitschule beginnt mit der Festspielfanfare von Joseph Messner. Nach der
Bundeshymne und W.A. Mozarts "Vier Kontretänzen" KV 267 wird Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger die
Gäste begrüßen. Es folgen die Ansprache von Bundeskanzler Mag. Viktor Klima, die Eröffnung der Festspiele
durch Bundespräsident Dr. Thomas Klestil sowie die Festrede, die diesmal die österreichische Schriftstellerin
Barbara Frischmuth halten wird. Weitere musikalische Fixpunkte der Eröffnungsveranstaltung sind Kompositionen
von Johannes Brahms (Ungarische Tänze Nr. 1, 3, 10), Anton Dvorák (aus Slawische Tänze op. 46, Nr. 1), Béla
Bartók (Rumänische Volkstänze) sowie die Landeshymne. Es spielt das Mozarteumorchester Salzburg unter dem
Dirigenten Marc Piollet.

Barbara Frischmuth ist nach der Schweizer Philosophin und Schriftstellerin Jeanne Hersch im Jahr 1985 heuer die
zweite Frau, die die Festrede zur Festspieleröffnung halten wird. Die 1941 in Altaussee geborene Autorin hat
sprachexperimentell zu schreiben begonnen ("Die Klosterschule", 1968), danach aber in zunehmendem Maße
Tradition und Innovation in ihren Werken miteinander verbunden bzw. in Einklang gebracht. Sprachkritik und
Herrschaftskritik spielen bereits in ihren frühen Werken eine Rolle. Vor allem in ihren Romanen und Erzählungen
verkörpert sie die Möglichkeiten des weiblichen Schreibens, schildert die Probleme weiblicher Identitätsfindung
inmitten sich wandelnder, gesellschaftlicher Verhältnisse und entwirft versuchsweise Emanzipationsformen einer
modernen Frau in unserer Gesellschaft. Dabei ist sie so etwas wie eine "Mythenerzählerin": Sie greift alte weibliche
Mythen auf, um sie in realistischer, gegenwartsnaher Form neu zu erzählen ("Sternwieser-Trilogie", "Demeter-
Trilogie"). Ihr Türkisch- und Ungarisch-Studium in Graz führte sie auch mehrmals ins Ausland. In einigen ihrer
Romane werden diese Eindrücke und Erfahrungen verarbeitet ("Das Verschwinden des Schattens in der Sonne",
"Die Schrift des Freundes"). Barbara Frischmuth hat auch türkische und ungarische Literatur ins Deutsche übersetzt.

Barbara Frischmuth ist am 5. Juli 1941 in Altaussee geboren. Ihr Vater ist in Rußland gefallen; die Mutter führte
einen Hotelbetrieb. Als Zehn- bis 14jährige besuchte sie das Internat der Klosterschule in Gmunden und wechselte
anschließend mehrmals die Gymnasien. 1958 schloß sie die Mittelschule mit der Matura ab und übersiedelte nach
Graz. Dort studierte sie Türkisch und Ungarisch am Dolmetsch-Institut der Grazer Universität. 1961 erhielt sie ein Stipendium für einen einjährigen Studienaufenthalt in Erzurum in der Türkei und 1963 ein Stipendium für Debrecen
(Ungarn). Ab 1962 war sie Mitglied des Grazer "Forum Stadtpark". Von 1964 bis 1967 studierte sie Orientalistik in
Wien. Barbara Frischmuth lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Wien und Altaussee. Für ihre Romane
und Erzählungen wurde sie mit zahlreichen in- und ausländischen Förderungs- und Literaturpreisen ausgezeichnet.
Zu ihren bekanntesten Werken zählen: Die Klosterschule (1968); Die Amoralische Kinderklapper (1969); Das
Verschwinden des Schattens in der Sonne (1973); die "Sternwieser"-Trilogie: Die Mystifikationen der Sophie Silber (1976), Amy oder die Metamorphose (1978), Kai und die Liebe zu den Modellen (1979); die "Demeter"-Trilogie:
Herrin der Tiere (1986), Über die Verhältnisse (1987), Einander Kind (1990). Zahlreiche Romane und Erzählungen
von Barbara Frischmuth sind im Salzburger Residenzverlag erschienen.

Eröffnung der Salzburger Festspiele 1999 am Samstag, 24. Juli Akkreditierung für die Eröffnungsveranstaltung in der Felsenreitschule

Bundespräsident Dr. Thomas Klestil wird am Samstag, 24. Juli, um 10.30 Uhr in der Felsenreitschule die Salzburger
Festspiele 1999 eröffnen. Festrednerin ist die österreichische Schriftstellerin Barbara Frischmuth.

Das Landespressebüro wird – wie in den vergangenen Jahren – für die Festveranstaltung Akkreditierungen
vornehmen. Pro Berichterstatter wird ein Sitzplatz zur Verfügung gestellt.

Fotografen/innen erhalten vom Landespressebüro auf Anforderung einen Einlaßschein anstelle einer Sitzplatzkarte.
Fernsehteams müssen sich im Pressebüro der Salzburger Festspiele (5010 Salzburg, Hofstallgasse 1, Telefon
0662/80 45-350) akkreditieren.

Das Landespressebüro macht darauf aufmerksam, daß sowohl Sitzplatzkarte als auch Einlaßschein nur auf
Anforderung zur Verfügung gestellt werden. Akkreditierungen sind während der Bürozeiten im Landespressebüro
(5010 Salzburg, Chiemseehof, Stiege 3, Telefon 0662/8042-2417 Veronika Pleschberger) unter Vorweis eines
gültigen Presseausweises bzw. einer Bestätigung der Redaktion möglich.

Die Redaktionen werden gebeten, ihre Kartenwünsche bis spätestens Montag, 19. Juli, 16.00 Uhr, bekanntzugeben.

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