Mietrechtsgesetz von Verbesserungen leider fast unbetroffen

Mietervereinigung vermißt umfassenden Reformwillen der Koalitionspartner

Wien (OTS) - 'Nachdem es gelungen ist, mit dem 'Reformpaket
Wohnen' Verbesserungen im Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) herbeizuführen, heißt der nächste Schritt, auch das Mietrechtsgesetz (MRG) positiv im Sinne der Mieter zu reformieren", stellt NRAbg. Doris Bures, Vorsitzende der Mietervereinigung Österreichs fest.

Bis auf geringfügige Änderungen, was die Verrechnung von Betriebskosten betrifft, blieb das MRG von der Reform unbetroffen, dabei würden österreichweit rund 630.000 Haushalte im privaten Altbau von Verbesserungen profitieren. (Zum Vergleich: sogar jeder zweite Wiener lebt in einer Mietwohnung, die unter das MRG fällt !) Die Forderungen der Mietervereinigung Österreichs nach Zurückdrängen befristeter Mietverträge und klar nachvollziehbaren Mietzins-Obergrenzen mit max. 20% Zuschlägen zum Richtwert sind daher unverändert aktuell. 'Was die Maklerprovisionen betrifft, so liegt Österreich europaweit im Spitzenfeld. Wohnungssuchende müssen hierzulande fast doppelt soviel Provision zahlen wie z.B. in Deutschland.', kritisiert Doris Bures, Vorsitzende der Mietervereinigung Österreichs, "Der Auftrag an Wirtschaftsminister Dr. Hannes Farnleitner lautet daher, per Verordnung die Senkung der Maklerprovision von drei Brutto- auf zwei Netto-Monatsmieten endlich umzusetzen.'

Die Verbesserungen für Genossenschaftsmieter stellen für die Mietervereinigung Österreichs einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar. Daß die mieterfreundlichen Regelungen, zu denen der Wiener Wohnbaustadtrat Werner Faymann bereits 1995 die gemeinnützigen Bauträger verpflichtet hat, nun in ganz Österreich gelten, zeigt daß es möglich ist, positive Ansätze landesweit umzusetzen. 'Im Sinne einer Demokratisierung des Wohnungsmarktes und einer zukunftsorientierten Wohnpolitik, ist der Wille zum Dialog und zur Reform sowohl zwischen den Koalitionspartnern als auch zwischen Bund und Ländern von größter Bedeutung', betont Doris Bures, Vorsitzende der Mietervereinigung Österreichs.

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