FSG-Jugend: Förderungen nur bei zusätzlichen Lehrstellenplätzen

Wien (FSG). Der Beschluss der Kärntner Landesregierung, lehrlingsausbildenden Betrieben zwei Monatslöhne pro Lehrling im ersten Lehrjahr aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren,
entspricht der Ausbildungszeit in der Berufsschule und stellt eine alte Forderung der Wirtschaftskammer dar.++++

Bereits 1998 wurde in der Tiroler Landesregierung eine Lohnkostenrefundierung für die Zeit des Besuches einer
Berufsschule beschlossen. Sie sollte wie die jetzt in Kärnten beschlossene gleiche Maßnahme Anreize schaffen, zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis in Tirol:
25 Millionen Schilling an die Wirtschaft, und als "Dank" 99 Lehrstellenplätze im ersten Lehrjahr 1998 weniger.

Die Kärntner Maßnahme verursacht Kosten von 38 Millionen Schilling und es ist fraglich, ob diese verwendeten öffentlichen Mittel zusätzliche Lehrstellenplätze schaffen werden. "Finanzielle Förderungen sind dann sinnvoll, wenn zusätzliche qualitative Lehrstellenplätze verpflichtend geschaffen werden", so Günther Vallant, FSG-Jugendvorsitzender.

Ausgehend von den bundesweiten Lehrlingszahlen im ersten Lehrjahr 1998 würden Kosten in der Höhe von ca. 430 Millionen Schilling aus öffentlichen Mitteln entstehen. Da die Wirtschaft trotz aller Entlastungen im Bereich des Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungsgesetzes, Berufsausbildungsgesetzes, Kollektivvertrag, schulrechtlichen Bereich und sämtlicher finanziellen Belastungen (1998 1,644.477 Millionen Schilling) noch immer nicht genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt, wären diese Mittel besser in zusätzlichen Ausbildungseinrichtungen eingesetzt, die den Jugendlichen eine qualitative und zukunftsweisende Ausbildung bieten.

ÖGB, 6. Juli 1999 Nr. 350

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