PVC-Hersteller mit sich strenger als es das Gesetz verlangt - Unabhängige Prüfer bescheinigen Erfolg

Wien (OTS) - * G E S P E R R T bis 6.7.1999 - 12.00 Uhr *

Vor vier Jahren haben sich die Mitglieder des
Europäischen Verbands der PVC-Hersteller (ECVM) in einer Charta freiwillig strenge Maßstäbe für die Herstellung von Suspensions-PVC (S-PVC) auferlegt - ganz im Sinne des verantwortungsvollen Umgangs mit der Umwelt und ihren Ressourcen. Eine Prüfung hat jetzt ergeben, daß die damals vereinbarten Ziele zum überwiegenden Teil erreicht worden sind.

Das unabhängige norwegische Institut Det Norske Veritas (DNV) kontrollierte im ersten Halbjahr 1999 40 Standorte, die rund 90 Prozent der westeuropäischen Produktion abdecken. Das Ergebnis
kann sich sehen lassen: Die elf Mitgliedsunternehmen, die 1995 die Charta unterzeichnet haben, erfüllen ihre freiwilligen Umwelt-Vorgaben für die Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC) und Vinylchloridmonomer (VCM) im sogenannten Suspensionsverfahren
zu 88 Prozent.

Industrie läßt Worten Taten folgen

Robert Bornhofen, Vorsitzender des ECVM, sagte bei der Präsentation der Resultate: 'Die PVC-Umweltcharta ist ein Novum, und die ausgezeichneten Ergebnisse zeigen, daß die Industrie ihren Worten auch Taten folgen läßt." Angesichts der Tendenz zu Konzentration und verschärftem Wettbewerb sei der Verband auf die Erfolge besonders stolz.

Insgesamt haben die Mitgliedsunternehmen rund 233 Millionen Euro (mehr als 3,21 Milliarden Schilling) investiert, um diesen Beitrag zum "Responsible Care"-Programm zu leisten. 'Unser nächstes Ziel ist die vollständige Umsetzung der zwölf ökologischen Richtlinien, die in der Charta verankert sind. Jene Unternehmen, die diesbezüglich noch Nachholbedarf haben, werden bis zum Jänner 2000 einen Umsetzungsplan vorlegen", so Bornhofen.

Experten führten Kontrollen durch

Die zwölf Richtlinien sehen niedrigste Grenzwerte bei Schadstoffemissionen in Luft und Wasser vor, weiters eine Optimierung der Umweltnormen für die PVC-Herstellung. Wie in der Charta festgelegt, müssen die Ergebnisse der unabhängigen Prüfung von jedem einzelnen Standort veröffentlicht werde= n. Auch dieser Auflage kommen die Unternehmen nach: Insgesamt haben die DNV-Experten 279 einzelne Prüfungen durchgeführt. Lediglich bei 9 Prozent lagen die Werte über der vorgeschriebenen Norm, in drei Prozent der Fälle war eine Überprüfung nicht möglich.

Empfehlungen fließen in E-PVC-Charta ein

Der europäische PVC-Verband wird die Empfehlungen des unabhängigen Institutes aufgreifen, um die Umweltstandards in der westeuropäischen Industrie weiter zu verbessern. Außerdem werden die Empfehlungen in die sogenannte E-PVC-Charta einfließen, die im Februar dieses Jahres unterzeichnet wurde. Darin verpflichteten sich die Hersteller freiwillig zu umweltschonenden Grenzwerten bei der Herstellung von PVC im Emulsionsverfahren, die bis zum Jahr 2003 erreicht werden müssen.

Eric Pape, der Vizepräsident von Det Norske Veritas (DNV), sagt zu den freiwilligen Verpflichtungen der PVC-Hersteller: 'Mit der ECVM-Umweltcharta wurde eine wahre Pioniertat vollbracht. Es ist eine beachtliche Leistung, daß eine dem harten Wettbewerb ausgesetzte Industrie sich selbst Umweltmaßstäbe auferlegt, die noch dazu kontinuierlich verbessert werden."

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