Kammerpräsident Scheifinger weist Rieders Vorwürfe zurück

Wien (ots) - "Wer vergaberechtliche Bestimmungen missachtet und
sich durch mangelnde Kompetenz bei der Vergabe von Planerleistungen auszeichnet, ist letztlich verantwortlich für die Konsequenzen. Nicht die Architektenkammer, die nichts anderes als ordnungsgemäße Vergabeverfahren verlangt, hat Verzögerungen für die Planer und Bauwirtschaft zu vertreten, sondern die Stadt Wien, deren Auslobungen oft vor Fehlern strotzen" sagte der Präsident der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, Peter Scheifinger, zu Rieders aufgeregter Kritik in der Rathauskorrespondenz.

In einer Anfragebeantwortung im Wiener Gemeinderat hatte der Wiener Gesundheitsstadtrat keinen Zweifel daran gelassen, dass er das von einer unabhängigen Fachjury ausgewählte Siegerprojekt für das Kaiserin Elisabeth Spital unter dem Vorwand zu hoher Kosten nicht bauen lassen werde. Diese Kostensteigerungen waren das Ergebnis nachträglich vom Bauherren, dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), formulierter Wünsche nach mehr verbautem Raum und gehobener Medizin-und Haustechnikstandards. Die Kammer hatte in diesem Zusammenhang unter dem Motto "Bauqualität braucht Bestellqualität" immer wieder auf die Pflichten eines sorgfältigen Auftraggebers hingewiesen.

Wenn Rieder nun das von der Architektenkammer angebotene Expertenwissen bei künftigen Vergabeverfahren ausschlage, sei das die Zurücknahme des seinerzeit formulierten Wunsches, aus den Fehlern des Kaiserin Elisabeth Spitals zu lernen.

Der angekündigten "rechtlichen Prüfung" der Äußerungen der Kammervertreter zu den Vergabelapsi der KAV-Beamten sehe die Kammer jedenfalls mit großer Gelassenheit entgegen. "Inkompetent bleibt inkompetent, das werde auch einem Gericht leicht verständlich zu machen sein" schloss Scheifinger.

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