AKNÖ: Benzinpreise unverändert hoch

Präsident Staudinger fordert Absenkung der Preise in den Grenzbezirken

Wien (OTS).- "Aufgrund unserer langjährigen Bemühungen in Sachen Benzinpreise ist es im 1. Halbjahr 1999 endlich gelungen, die österreichischen Nettopreise dem niedrigeren EU-Durchschnittsniveau anzunähern. Trotzdem sind die Benzinpreise in Niederösterreich leider noch immer viel zu hoch. Speziell Pendler in einkommenschwachen Regionen werden dadurch immer mehr zum Tanktourismus verleitet." Das stellt der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ), Josef Staudinger, zur jüngsten AKNÖ-Benzinpreiserhebung fest. Präsident Staudinger spricht sich für eine rasche Absenkung der Benzinpreise entlang der niederösterreichischen EU-Außengrenzen aus.

Die Arbeiterkammer NÖ führte von 28.-30. Juni 1999 eine Benzinpreiserhebung
bei 447 niederösterreichischen Tankstellen durch. Dabei kann ein klares Nord-Südgefälle festgestellt werden. Die Ergebnisse im Detail:

Höchster Preis Niedrigster Preis Preisdifferenz Super Plus öS 12,20 öS 10,85 12,44 Eurosuper öS 11,55 öS 10,20 13,24 Normal öS 11,32 öS 9,80 15,51 Diesel öS 9,14 öS 7,40 23,51

Diese Preisunterschiede von bis zu öS 1,74 bei z.B. Dieseltreibstoff können leider nicht alle Niederösterreicher ausnützen. Die Bezirke mit besonders überhöhten Preisen liegen im Wald- und Weinviertel (Gmünd, Waidhofen/Thaya, Zwettl, Horn und Hollabrunn). Aber auch die Bezirke Lilienfeld, Korneuburg und St. Pölten Stadt verzeichneten hohe Preise. Zu Problemen kommt es dabei - speziell im Wald- und Weinviertel - durch einen weiteren Anstieg des Tanktourismus. Präsident Staudinger: "Die Konsequenzen sind massive Steuerausfälle bei Mineralöl- und Mehrwertsteuer. Nicht zuletzt die relativ schlechte Arbeitsmarkt- und Einkommenssituation in dieser Region fördert den Tanktourismus."

Die Bezirke mit freundlicheren Preisen für die Autofahrer und Pendler befinden sich vorwiegend im Wiener Umland und im südlichen Niederösterreich (Baden, Mödling, Wien Umgebung, Wiener Neustadt und mit Einschränkungen Neunkirchen). Interessanterweise gab es in St. Pölten-Land ebenfalls günstige Treibstoffpreise - im Unterschied zu St. Pölten-Stadt, was in erster Linie auf die vielen Diskonttankstellen dort zurückzuführen ist.

Generell ist festzuhalten, daß in Bezirken mit hoher Tankstellendichte und vielen Diskonttankstellen günstigere Preise zu beobachten sind als in Bezirken mit geringer Tankstellendichte und wenigen Diskonttankstellen.

Staudinger abschließend: "Ziel der Arbeiterkammer Niederösterreich ist es, durch kontinuierliche Preisbeobachtung am Treibstoffmarkt Druck auf die Mineralölwirtschaft auszuüben und so faire Preise für ganz Niederösterreich zu erreichen."

Auf der Homepage der Arbeiterkammer Niederösterreich (http://www.aknoe.at) können die billigsten Tankstellen Niederösterreichs (1x/Woche neu aktualisiert) nachgelesen werden.

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