LR Bauer: Landesregierung liegt Grundsatzbeschluß zur Schaffung einer "Health-Care-Strategie" in Niederösterreich vor

Ernährung, Landwirtschaft, Medizintechnik und soziale Dienste

St. Pölten, (SPI) - Morgen Dienstag, 6. Juli, liegt der NÖ Landesregierung der Grundsatzbeschluß für das von Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer initiierte Projekt einer "Health-Care-Strategie" vor. Der Beschluß, neben Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer mitgetragen von LH Dr. Erwin Pröll und Wirtschaftslandesrat KR Ernest Gabmann, sieht vor, daß in Niederösterreich in den nächsten Jahren ein sogenannter virtueller Forschungs-, Technologie- und Ausbildungscluster aufgebaut wird, um in den Bereichen Medizintechnik und medizintechnische Biologie, Ernährung und Landwirtschaft sowie Management und soziale Dienste im Gesundheitswesen alle bereits vorhandenen Einrichtungen und Ressourcen zu nützen, Entwicklungen voranzutreiben, Vernetzungen und Verbindungen durchzuführen und vorhandenes Wachstumspotential zu nützen.****

Die NÖ Landesregierung fördert dieses Projekt für die kommenden zwei Jahre mit jeweils 1 Million Schilling und beteiligt sich damit neben dem Wissenschaftsministerium, welches ebenfalls 1 Million Schilling Förderungsmittel pro Jahr zur Verfügung stellt, zu 50 Prozent. Besonders hervorzuheben ist, daß dieses Projekt inhaltlich und von der Zielsetzung her in die Konzeption des "Kplus"-Programmes - eines EU-Projektes "Bio + MicroEngineering in Medicine (BMEM)", in Österreich getragen und durchgeführt vom Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr - paßt. Die Richtlinien des Programmes Kplus sehen die Möglichkeit vor, durch einen von Kplus unabhängig geführten Rechnungskreis ("Profit-Center") einen geeigneten Rahmen für die Abwicklung regionalpolitisch wichtiger Aufträge, wie z.B. einer "Health-Care-Strategie", zu schaffen. "Durch eine Anbindung der "Health-Care-Strategie" können auch wertvolle Synergieeffekte erzielt und Zweigleisigkeiten vermieden werden", betont Bauer.

"Österreich im allgemeinen und Niederösterreich im besonderen haben auf diesem zukunftsträchtigen Gebiet dank hoher Standards in medizinischer Forschung und Ausbildung sowie in den sozialen Diensten sehr gute Ausgangsvoraussetzungen. Dieser vielfältige Bereich ist jedoch derzeit noch schwer zu überschauen, und die Chancen der wirtschaftlichen Umsetzung bis hin zum Export innovativer Produkte und Verfahren werden noch zu wenig genutzt", so Bauer weiter. Forschung und Bildung, Innovation in Wirtschaft, Fremdenverkehr (sanfter Gesundheitstourismus), neue Anbaumethoden in der Landwirtschaft, nachhaltige Produktion, Bio- und Microengineering und vieles mehr sind die Aktivitätsfelder, in denen Niederösterreich in Zukunft verstärkt tätig werden wird. Das Aufgabengebiet eines NÖ-Health-Care-Managements (Clustermanagement) umfaßt dabei die Sichtung und Analyse bestehender Angebote bzw. Entwicklungsmodelle, die Marktbeobachtung und die Erforschung der Absatzwege, die Sicherstellung des Informationsflusses sowie die ständige Rückkoppelung mit den Erfordernissen des Marktes. Weiters werden die Ideenfindung bzw. die Generierung von Produktideen, die Produktmodifizierung und das Produktdesign, die Zusammenführung von Trägern innovativer Ideen, die Vermittlung von Forschungs- und Entwicklungspotentialen, das begleitende "Coaching" von Unternehmensneugründungen in diesem Bereich sowie die Kooperation mit dem Kplus-Projekt wichtige Aufgabenbereiche sein.

"Ich darf mich jedenfalls für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Interessenträgern dieses Projektes vor Ort, den Wissenschaftlern und Technikern, aber auch bei meinen Kollegen in der Landesregierung bedanken. Vor etwas mehr als einem halben Jahr zum ersten Mal präsentiert, befinden wir uns nun bereits in der Startphase dieses Projektes. Damit werden dem Wirtschafts- und Technologiestandort Niederösterreich nicht nur Absatzchancen eröffnet, wir erwarten uns auch die Schaffung zahlreicher neuer Arbeitsplätze im besonders konkurrenzfähigen High-Tech-Bereich", so Landesrat Bauer abschließend.
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