Ferienbeginn bringt steigende Unfallzahlen

. Befürchtete Megastaus zum Ferienbeginn weitgehend ausgeblieben, Zahl der Unfälle und Toten dennoch gestiegen - KfV begrüßt die vom Innenminister angekündigte verstärkte Überwachung des Straßenverkehrs

Wien (OTS) - Tödliche Verkehrsunfälle im ersten Halbjahr um 18,7 % gestiegen

Strenges Fahrverbot für Gefahrenguttransporte per
Lkw, deutliche Trennung von Reiseverkehr und Lkw-Verkehr, verstärkte Kontrollen auf den Ausweichrouten nach dem Unfall im Tauerntunnel, strengere Überwachung des Abstandsverhaltens und der Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Diese Hauptforderungen des Kuratorium für Verkehrssicherheit zu Begin= n der Reisezeit fanden weitgehend Gehör (Ausdehnung des Fahrverbotes für LKW und Gefahrenguttransporte), nun hat das Innenministerium auch die massiv Verstärkung der Überwachung des Straßenverkehrs während der Sommermonate angekündigt. Das Hauptaugenmerk wird auf der Überwachung der jeweils situationsangepaßten Fahrgeschwindigkeit, der Wahl eines ausreichenden Sicherheitsabstandes und der Überholmanöver liegen. Besonders kontrolliert werden sollen die traditionellen Hauptreiserouten aber auch die Ausweichrouten.

"Und dies ist dringend nötig, die Unfallzahlen steigen leider wieder?=", so Direktor Dr. Othmar Thann vom Kuratorium für Verkehrssicherheit. "Im ersten Halbjahr 1999 (bis 4.7.99) sind vorläufig 502 Menschen im Straßenverkehr in Österreich ums Leben gekommen, das sind um 79 oder 18,7% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres nach endgültigen Zahlen. Wenn nicht alle Verantwortlichen alle Kräfte mobilisieren laufen wir Gefahr, nach dem aus Sicht der Unfallstatistik günstigen Vorjahr (erstmals seit 46 Jahren unter 1.000 Verkehrstoten), langsam aber sicher neuerlich in ein Horrorszenario hineinzuschlittern. Das jetzt vom Innenminister angekündigte Maßnahmenpaket kann nur ein Anfang sein und sollte darüber hinaus nicht mit einem Ablaufdatum versehen werden", so Thann weiter.

In der Woche vom 28. Juni bis 4. Juli ereigneten sich auf Österreichs Straßen 17 tödliche Verkehrsunfälle mit vorläufig 22 Toten, in der Vergleichswoche des Vorjahres waren es 16 Tote bei 11 tödlichen Unfällen. Am Wochenende mit dem Ferienbeginn in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland kamen heuer 12 Menschen ums Leben, am Wochenende des Vorjahres waren es 8.

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 11 PKW-Insassen (davon 7 Lenker), 1 LKW-Insasse, 6 Motorrad-Lenker, 2 Motorrad-Mitfahrer, 1 Moped-Lenker und 1 Fussgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle m= ußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (6), Vorrangverletzung (4), Übe= rholen (3), Übermüdung (1) und Unachtsamkeit (1) festgestellt werden. Bei 2 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden.

Im Juni 1999 ereigneten sich 97 tödliche Unfälle mit 106 Toten. Die=

Ursachen: Nicht angepaßte Geschwindigkeit (36), Überholen (14), Vorrangverletzung (12), Unachtsamkeit (6), Übermüdung (6), Herzversagen (3), Reifendefekt (2), sonstige (5), Fehlverhalten Fußgänger (1), unbekannt (12). 13 der tödlich Verunglückten waren nicht angegurtet, 5mal war Alkohol im Spiel und einmal hat der Helm gefehlt.

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