Europäische Hochtechnologie-Initiative EUREKA im Aufwind.

153 neue Projekte im Wert von 310 Mio Euro beschlossen - Cluster-Projekt SCARE (100 Mio Euro) unter österr. Leitung

Wien (OTS) - Mit der EUREKA-Ministerkonferenz in Istanbul am 29. Juni 1999 ging ein bedeutendes EUREKA-Jahr zu Ende. 153 neue Projekte im Wert von 310 Mio Euro und 3 sogenannte Clusterprojekte wurden 1998/99 beschlossen. "Bereits 50 Prozent der Projektteilnehmer sind Klein- und Mittelunternehmen. Zwei Clusterprojekte betreffen die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITEA, PIDEA), das dritte Projekt den Agrarbereich (EUROFOREST). Diese Clusterprojekte sollen in den nächsten Jahren Subprojekte im Wert von rund 3,6 Mrd Euro hervorbringen und die Wettbewerbssituation für europäische Unternehmen stärken", berichtet Hellfried Böhm, Leiter des Referats Internationale Innovation, Technologie- und Forschungskooperation -EUREKA in der Wirtschaftskammer Österreich.

Derzeit bestehen insgesamt 7 Clusterprojekte, wobei österreichische Firmen und Forschungsinstitute an 6 der Projekte teilnehmen. Das seit 1997 laufende Mikroelektronik-Projekt MEDEA hat die Stellung europäischer Firmen im Halbleiter- und Mikrochip-Bereich bereits entscheidend verbessert. An 4 der derzeit laufenden 45 MEDEA Unterprojekte nehmen österreichische Firmen teil.

Das auf Recycling und umweltfreundliche Entsorgung von Elektronikschrott ausgerichtete Clusterprojekt SCARE im Wert von 100 Mio Euro steht unter österreichischer Leitung. Das Projekt startete nach einjähriger Vorbereitung am 1. Juli 1999 mit der Durchführungsphase. Daran beteiligt sind 50 europäische Firmen und Forschungseinrichtungen aus insgesamt 18 europäischen Ländern. Zwei Unterprojekte haben ihre Arbeit bereits begonnen, 8 Projektvorschläge werden im Laufe des Herbstes 1999 angenommen. Die EU-Kommission ist an SCARE besonders interessiert und wird mit etwa 12 Mio Euro daran teilnehmen.

"Österreich nahm am soeben abgelaufenen EUREKA-Jahr an insgesamt 22 Projekten teil. 8 dieser Projekte stehen unter österreichischer Leitung", so Böhm. "Der österreichische Kostenanteil beträgt rund 36 Mio Euro. Etwa 80 Prozent der österreichischen Teilnehmer an EUREKA-Projekten sind Klein- und Mittelbetriebe, was die Bedeutung von EUREKA gerade für diese Unternehmensgruppe hervorhebt."

Die Zukunft von EUREKA:

Anfang April 1999 wurde der von einem unabhängigen Expertenteam erstellte EUREKA-Strategiebericht vorgestellt und anschließend von der europäischen Industrie und Wirtschaft intensiv diskutiert. Dabei wurde einstimmig die Umsetzung des sogenannten Frühlingsszenarios gefordert, was einen Neubeginn und grundlegende Stärkung der marktnahen Forschungsinitiative zum Inhalt hat. Dieses Szenario wurde auch von der Ministerkonferenz einstimmig gutgeheißen und Deutschland als nächstes EUREKA-Vorsitzland mit der Umsetzung beauftragt.

Hauptpunkte des Frühlingsszenarios sind größere politische Unterstützung und mehr Finanzmittel für EUREKA-Projekte. Darüber hinaus soll die Wirtschaft noch stärker in die Entscheidungsstruktur eingebunden und die Kooperation mit den zentral- und osteuropäischen Ländern verstärkt werden.

EUREKA wird künftig besonders für österreichische KMU's noch größere Chancen zur Durchführung marktnaher internationaler F&E-Kooperationen bieten.

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