Fast die Hälfte des Energieverbrauches der Landwirtschaft entfällt auf Diesel

Wien (OTS) - Der energetische Endverbrauch der Land- und Forstwirtschaft belief sich 1997 nach einer Stichprobenerhebung des Österreichischen Statistischen Zentralamtes auf 39.200 Terajoule (TJ) - das sind 4,2 % des gesamtwirtschaftlichen Endverbrauchs. Die Verbrauchsstruktur wird vom Diesel-Einsatz (18.870 TJ oder 442 Millionen Liter) dominiert, der über 48% des landwirtschaftlichen (und 13, 5 % des Gesamteinsatzes) ausmacht. Brennholz (23% des landwirtschaftlichen und 13 % des gesamtwirtschaftlichen Einsatzes) und Elektrische Energie (12% Anteil am landwirtschaftlichen, aber nur 2,6 % am gesamtwirtschaftlichen Einsatz) machen gemeinsam mit Diesel über vier Fünftel des landwirtschaftlichen Energieeinsatzes aus.

Mit über der Hälfte des Gesamteinsatzes (fast 20.000 TJ) ist die Nutzung in Fahrzeugmotoren die dominierende Einsatz-Kategorie, gefolgt von der Beheizung der Betriebsgebäude/betriebliche Warmwasserbereitung mit über 9.700 TJ und den betrieblich genutzten Öfen mit knapp 3.700 TJ bzw. den Standmotoren mit etwas über 3.600 TJ.

Ein Ziel der Nutzenergie-Analyse ist auch die Darstellung, wieviel von der eingesetzten Energiemenge auch für den ursprünglich beabsichtigten Zweck eingesetzt wird, z.B. bei einem Traktor für den Zweck "Transport". Wegen des als relativ niedrig angenommenen Wirkungsgrads der Fahrzeugmotoren (sie "produzieren" z.B. auch Wärme und Lärm) beläuft sich der Nutzungsgrad in der Land- und Forstwirtschaft auf lediglich knapp 48 % (18.800 von 39.200 TJ), während sich der gesamtwirtschaftliche Nutzungsgrad (einschließlich Haushalte) auf ca. 60 % beläuft.

Die Erhebung umfaßt neben der "klassischen" Landwirtschaft (Pflanzenbau, Tierhaltung, gemischte Landwirtschaft) auch die Wirtschaftszweige "Erbringung von landwirtschaftlichen und gärtnerischen Dienstleistungen", "Jagd", "Forstwirtschaft" und "Fischerei/Fischzucht". Mit der Erhebung des Energieeinsatzes für das Jahr 1997 wurde auch das Alter des Gerätebestandes in der Land- und Forstwirtschaft erhoben: Lediglich 3% der Diesel-Fahrzeuge (also hauptsächlich Traktoren) sind höchstens ein Jahr alt, während 82% älter als 5 Jahre sind. Nur bei den Belüftungsanlagen dürfte es in letzter Zeit einen Investitionsschub gegeben haben: Diese Gerätekategorie ist die einzige, bei der der Anteil der neuen Geräte (1 Jahr oder jünger) über 40 % liegt.

Für nähere Auskünfte steht Mag. Robert ALDER, Abteilung "Umwelt" im ÖSTAT, unter der Tel.-Nr.: (01) 71128/7624 DW, bzw. Email robert.alder@oestat.gv.at zur Verfügung.

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