Krankenversicherung im Urlaub

Wien (OTS) - Wer ins Ausland reist, darf bei den
Reisevorbereitungen nicht auf den zwischenstaatlichen Betreuungsschein, auch "Urlaubskrankenschein" vergessen. Denn dieser "Urlaubskrankenschein" ist Garant dafür, daß in jenen Staaten, mit denen Österreich ein Abkommen über die soziale Sicherheit abgeschlossen hat, sowie in allen EU-Staaten der Schutz der sozialen Krankenversicherung gewährleistet ist.

Arbeiter, Angestellte, Lehrlinge und Vertragsbedienstete sowie deren Angehörige erhalten diesen "Urlaubskrankenschein" bei ihrem Dienstgeber. Beamte, Gewerbetreibende, Bauern und Pensionisten bei ihrer zuständigen Krankenversicherung. Für jene, die eine Selbstversicherung in der Krankenversicherung abgeschlossen haben, wird der Urlaubskrankenschein von der Gebietskrankenkasse ausgestellt.

Sollte man tatsächlich ärztliche Hilfe brauchen oder gar ein Spital aufsuchen müssen, darf man eines nicht vergessen: Der Urlaubskrankenschein muß v o r (!) einer ärztlichen Behandlung bei der örtlich zuständigen Krankenkasse gegen einen "Patientenschein" eingetauscht werden. Erst dann ist es möglich, ärztliche Betreuung, Medikamente oder einen Krankenhausaufenthalt auf Rechnung dieses Sozialversicherungsträgers als Sachleistung in Anspruch zu nehmen. Bei Unfällen oder akuten Erkrankungen wird von den Spitälern, die in einem Vertragsverhältnis zum aushelfenden Träger stehen, der Betreuungsschein meist direkt angenommen.

Für folgende 22 Staaten sind Betreuungsscheine erhältlich:

Belgien, Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Bundesrepublik Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro), Kroatien, Mazedonien, Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Slowenien, Spanien und Türkei.

Grundsätzlich werden die Behandlungskosten in einem EU-Staat oder Vertragsstaat mit dem zuständigen österreichischen Krankenversicherungsträger direkt verrechnet. Führt die Reise an einen anderen Ort der Erde, mit dem es kein Abkommen gibt, müssen die Kosten für eine Krankenbehandlung zunächst an Ort und Stelle bezahlt werden. In Österreich kann dann die saldierte Originalrechnung bei der zuständigen Krankenversicherung zur Vergütung eingereicht werden. Achtung: Die Krankenkasse zahlt jedoch nur die im Inland als Kassentarif für die in Anspruch genommene Behandlung geltende Vergütung. Der Rest muß selbst bezahlt werden. Aufgrund der teilweise extrem hohen Kosten empfiehlt es sich daher, eine private Reisekrankenversicherung abzuschließen. Entweder über Kreditkarten, private Versicherungen oder Autofahrerclubkarten. Denn sonst könnte ein Notfall leicht zu einem kaum lösbaren finanziellen Problem werden.

Franz Bittner, Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse: "Aufgrund von bedauernswerten Vorkommnissen, die teilweise unseren Versicherten hohe Kosten für die Krankenbehandlung im Ausland beschert haben, ist es ratsam, auf eine Urlaubs-Reiseversicherung aufmerksam zu machen. Unser "Wiener Tarif" besagt, daß die Kostenerstattung im Quartal 80% der in der Honorarordnung für einen vergleichbaren Vertragsarzt vorgesehenen Grundvergütung nicht übersteigen darf. Oft aber werden auch überhöhte Kosten unseren Versicherten in Rechnung gestellt," so Obmann Franz Bittner.

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