Technologieprojekte: Bottom-up ersetzt Top-down

Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist Grundlage für funktionierendes Innovationssystem - GFF wird technologiepolitisches Strategiepapier erarbeiten

Wien (OTS) - Technologieprojekte sollen nicht befohlen werden, sondern aus der Kompetenz der handelnden Personen und durch deren Initiative entstehen, erklärte Wissenschaftsminister Caspar Einem am Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung der Gesellschaft zur Förderung der Forschung (GFF) über "Innovative Wege in der Technologiepolitik". Während sich die staatliche Technologiepolitik vor etwa 10 Jahren vor allem auf die Entwicklung von Top-Down Technologieprogrammen wie Mikroelektronik oder Biotechnologie konzentriert habe, stünden heute nicht Einzelmaßnahmen, sondern die Sicherstellung eines auf Wissen basierenden Gesamtsystems "Innovation" im Mittelpunkt.

Eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sei der zentrale Angelpunkt für ein effizientes Innovationssystem und wesentliche Voraussetzung für die rasche Umsetzung von Wissen und Technologie in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Einem bescheinigte den Universitäten, sie würden "mit der Entwicklung von Organisationsformen beginnen, die partnerschaftsfähig sind". Allerdings hätten sie vielfach noch "andere Vorstellungen von Zeit und Dringlichkeit", als Unternehmen.

Die GFF setze sich für eine durchgängige Kompetenz bei der Förderung der Innovation in Österreich ein. Sie werde über den Sommer ein technologiepolitisches Strategiepapier erarbeiten und anschließend zur Diskussion zu stellen, hob der Präsident der Gesellschaft, Karl Blecha, hervor.

Der Präsident der Österreichischen Nationalbank, Adolf Wala, kündigte Änderungen bei der Vergabe von Förderungsmittel aus dem Topf des Jubiläumsfonds an. Man wolle die Treffsicherheit erhöhen und noch stärker nach Qualität differenzieren. Auch die Lehre werde künftig "mit einem bemerkenswerten Beitrag" in die Förderung einbezogen.

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