Pressebesichtigung am Zentralfriedhof

Wien, (OTS) Der Wiener Zentralfriedhof ist die größte "Totenstadt" Mitteleuropas. Neben seiner Bedeutung für die zahlreichen Hinterbliebenen der rund 3 Millionen Verstorbenen, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben, beherbergt er auch ein eindrucksvolles Bauwerk des Jugendstils, die von dem Otto-Wagner-Schüler Max Hegele entworfene Dr. Karl-Lueger-Gedächtniskirche. Sie prägt - neben den vielen Ehrengräbern - das Erscheinungsbild dieses mehr als 100 Jahre alten überkonfessionellen Friedhofes, in den jährlich rund 5.500 Menschen zur letzten Ruhe gebettet werden. Die Kirche wird renoviert und ist daher derzeit nicht frei zugänglich. Nach Abschluß der Arbeiten wird sie voraussichtlich ab Ende 2000 wieder geöffnet sein.

Utl.: Ausbildung für 34 Lehrlinge

Der Zentralfriedhof ist aber nicht nur Ruhestätte, sondern auch Arbeitsstätte für zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "MA 43 - Städtische Friedhöfe", der Städtischen Steinmetzwerkstätte und der Städtischen Friedhofsgärtnerei.
In diesen beiden Gewerbebetrieben werden derzeit insgesamt 34 Lehrlinge ausgebildet. Seit kurzem stehen in der Steinmetzwerkstätte neue Räumlichkeiten für die Ausbildung zu Verfügung, in denen Steinmetzmeister Leopold Grausam (er ist auch als Bildhauer anerkannt und gestaltete u.a. das Denkmal auf dem Morzinplatz) seine derzeit 9 Schüler in die Kunst der Steinbearbeitung und Gravur einweist. Auch für die 10 weiblichen und 15 männlichen Gärtnereilehrlinge gibt es eine neue Ausbildungsstätte, ein 700 m2 großes Glashaus, das nach den modernsten Gesichtspunkten errichtet worden ist.

"Park der Ruhe und Kraft" entsteht unter Mitwirkung der Lehrlinge

Neben den Bauten und Gräbern prägt die Natur das Bild des Friedhofes. Der Blumenschmuck der Gräber und das Grün der Alleen und Rasenflächen machen den Friedhof auch zu einem Erholungsraum. Eine Fläche in der Gruppe 23 wird derzeit - unter Mitwirkung der Lehrlinge - mit Steinobjekten und entsprechender Bepflanzung zu einem "Park der Ruhe und Kraft" gestaltet. Die Arbeiten sind zum überwiegenden Teil fertiggestellt, sodaß eine Eröffnung dieses Bereiches im Frühherbst möglich sein wird. Der "Park der Ruhe und Kraft" beruht auf einer Idee des Architekten Prof. Dipl.-Ing. Christof Riccabona, der auch zahlreiche Aufbahrungshallen
gestaltet hat.

Eröffnung am Dienstag

Am Dienstag, dem 6. Juli, werden die neuen Räumlichkeiten der Steinmetzwerkstätte und der Friedhofsgärtnerei von der für die MA 43 zuständigen Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer eröffnet. Der Leiter der MA 43, Senatsrat DI Helmut Johannides, lädt auch die Medien herzlich ein, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen und sich im Anschluß daran vom Stand der Arbeiten
am "Park der Ruhe und Kraft" und an der Luegerkirche persönlich
ein Bild zu machen. Die MA 43 würde sich über Interesse der Medien freuen.

Bitte, merken Sie vor:
Zeit: Dienstag, 6. Juli
Ort: 11., Simmeringer Hauptstraße 339 (gegenüber dem 2. Tor des Zentralfriedhofes), erreichbar mit den Linien 71 und 72, Parkmöglichkeit vorhanden.

o 17.00 Uhr

Eröffnung der Lehrlingswerkstätte mit Ansprachen von
SR DI Helmut Johannides, Leiter der "MA 43 - Städtische Friedhöfe",
Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Anita Krieger und Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer.

o Ca. 17.30 Uhr

Rundgang durch die Lehrlingswerkstätte und Vorführungen.

Anschließend Buffet mit "Granitbier" und "Steinbeißerverköstigung".

o Ca. 18.00 Uhr

Abfahrt im bereitgestellten Bus.
Prof. Dipl-Ing. Christof Riccabona führt durch den zum größten Teil fertiggestellten "Park der Ruhe und Kraft"

o Ca. 18.30 Uhr

Weiterfahrt zur Luegerkirche. Besichtigung mit Erläuterungen durch Architekt Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Manfred Wehdorn und
den Leiter der Einsegnungsdienste der Erdiözese Wien, Rektor
Karl Wagner.

(Schluß) emw

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