Votruba: Klassenschülerhöchstzahl in Sonderschulen sollen gesenkt werden

St. Pölten, (SPI) - In einem Initiativantrag des Landtages vom 23. Juni vergangenen Jahres wurde die NÖ Landesregierung aufgefordert, bei der Bundesregierung für eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahl in Sonderschulen einzutreten. Nach der entsprechenden fachlichen Beiziehung des NÖ Landesschulrates verabschiedete die NÖ Landesregierung vor kurzem einen entsprechenden Beschluß. "Die derzeitige Klassenschülerhöchstzahl von 15 Schülerinnen oder Schülern sind sowohl für die Schüler, als auch für die Lehrer eine besondere Herausforderung, in bestimmten Situationen können aber auch große Belastungen auftreten", umreißt Landesrätin Traude Votruba die derzeitige Situation. "Die Initiative, Klassenschülerhöchstzahl in Sondererziehungsschulen auf das Niveau sogenannter "Kleinklassen” von 8 Schülern mit 2 Lehrkräften zu reduzieren, der sich übrigens auch der NÖ Landesschulrat angeschlossen hat, ist jedenfalls ein gangbarer Weg, die derzeitige Situation für Lehrkräfte und Schüler positiv zu verbessern", so Votruba.****

Nachdem durch die wirklich begrüßenswerte verstärkte Integration von lern- und körperbehinderten Kindern in den Volks-, Hauptschulen und AHS die Schülerzahl in Sonderschulen verringert wurde, werden nämlich derzeit überwiegend schwer verhaltensauffällige Kinder in Sonderschulen unterrichtet, die aber eine besondere pädagogische Betreuung benötigen. "Dies ist mit einer Klassenschülerhöchstzahl von 15 Schülern nicht mehr zu bewältigen”, betont die SP-Landesrätin. Gerade diese Kinder brauchen nämlich im Rahmen der Schulform der Sonderschule eine besonders persönlich ausgerichtete Förderung und einen dementsprechenden Unterricht, damit eine spätere Eingliederung in die Gesellschaft ohne etwaige Resozialisierungseinrichtungen ermöglicht wird.
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