10 Jahre "Gewaltlose Erziehung" im Gesetz

Niederösterreich plant neue Kinderschutzzentren

St.Pölten (NLK) - Seit zehn Jahren ist die "g‘sunde Watsch‘n" verboten, Österreich hat als fünftes Land der Welt 1989 die gewaltlose Erziehung gesetzlich verankert. "Seither ist vieles geschaffen und erreicht worden", bilanziert der niederösterreichische Kinder- und Jugendanwalt, Hofrat Dr. Walther Launsky-Tieffenthal, "aber leider nimmt die Gewalt in den Familien dennoch zu. In den letzten Jahren betrug die Steigerung rund 50 Prozent. Auch wenn man davon ausgeht, daß heute aufgrund der gesetzlichen Lage mehr Fälle bekannt werden, ist das höchst besorgniserregend."

Aufgrund der gesetzlichen Änderung vor zehn Jahren wurden in allen Bundesländern die weisungsfreien Kinder- und Jugendanwaltschaften eingerichtet, Niederösterreich hat diesen Schritt 1992 als zweites Bundesland nach Wien vollzogen. Dr. Launsky-Tieffenthal ist heute der dienstälteste Kinder- und Jugendanwalt Niederösterreichs. Eine sehr wichtige Maßnahme war auch die Einrichtung von Kinderschutzzentren. In Niederösterreich gibt es derzeit eines in der Landeshauptstadt St.Pölten, voraussichtlich im Herbst wird das zweite Kinderschutzzentrum in Neunkirchen den Betrieb aufnehmen. Planungen laufen auch in Amstetten, weitere Zentren sollen folgen.

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