Berger-Deponie:

BH Wr. Neustadt weist Vorwurf bedenklicher Praktiken zurück

St.Pölten (NLK) - Eine Tageszeitung berichtete über bedenkliche Praktiken bei der Räumung der Berger-Deponie und berief sich dabei auf Erklärungen des SP-Nationalratsabgeordneten Anton Heinzl. Die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt weist den Vorwurf bedenklicher Praktiken und der Vermischung von gefährlichen Abfällen mit Entschiedenheit zurück, weil diese Vorhaltungen schlichtweg nicht stimmen.

"In der Berger-Deponie sind insgesamt 881.938 Tonnen Abfälle gelegen, die ausgeräumt wurden. Lediglich 400 Tonnen davon waren effektiv gefährliche Abfälle. Dies waren vorwiegend Fässer", erklärte Bezirkshauptmann Mag. Herbert Marady. "Die Gefährlichkeit der Berger-Deponie für das Grundwasser beruhte auf der Lage der Abfälle im Grundwasser, auf die Situierung der Deponie im Grundwasserschongebiet und auf organische Auswaschungen. Keinesfalls war aber die Berger-Deponie mit Giftmüll gefüllt, wie behauptet wurde."

Durch die Vererdung ausgewählter Fraktionen war sogar möglich, einen erheblichen Teil der Abfälle in den Stoffkreislauf einzubinden. Diese Vererdung ist ein komplizierter und genau überwachter Vorgang, wobei in einer Art Kompostierung abbaubare Abfälle in Erde umgewandelt werden. Diese Art der Behandlung geht weit über eine Vermengung mit Sand und Erde hinaus.

"Die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt hat während der Räumung der Berger-Deponie immer wieder zu erkennen gegeben, daß Anfragen, Verbesserungsvorschläge oder Kritiken an die Behörde gerichtet werden können. In dieser Zeit erfolgten keine diesbezüglichen Aussagen wie nunmehr in dem Zeitungsartikel. Diese Vorwürfe nach Beendigung der Abfallräumung muten daher seltsam an und dürften in Verbindung mit der künftigen Räumung der Fischer-Deponie stehen. An dieser Räumung und besonders an der Entsorgung der Abfälle sind viele Fachfirmen interessiert und möchten ihre Systeme wie zum Beispiel Deponierung, Verbrennung oder Aufarbeitung anbieten. Technische Systeme sind oftmals teurer als Deponierungen, sodaß versucht wird, billigere Lösungen als ‚problematisch‘ hinzustellen", vermutet die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt.

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