Sacher: Donauschiffahrt und Tourismus droht im Vereinsdschungel unterzugehen

Bestehende Strukturen ausbauen und nützen, anstatt Kompetenz-Wirr-Warr prolongieren

St. Pölten, (SPI) - Als "unverständliche Zweigleisigkeit" kritisiert der Kremser SP-Labg. Ewald Sacher die neuerliche Gründung eines Vereins zur Vermarktung des Donautourismus und der Personenschiffahrt: "Anstatt sich endlich um die bestehenden Strukturen zu kümmern und endlich dafür zu sorgen, daß im Tourismusverband Wachau- Nibelungengau und im Schiffahrtsverein der Donaugemeinden "Nägel mit Köpfen" gemacht werden, beschränkt sich Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann offensichtlich nur auf die Gründung von immer neuen Verbänden und Vereinen", so Sacher. "Im Kompetenz- und Vereins-Wirr-Warr des Donauraumtourismus und der Schiffahrt gehen damit nicht nur wertvolle finanzielle Ressourcen "unter", es ist wohl auch augenscheinlich, daß der VP-Politiker Gabmann hier lokalen VP-Größen parteipolitische Spielräume geben möchte, die zudem auch noch vom Land mit nicht unerheblichen Beträgen gefördert werden", so Landtagsabgeordneter Sacher.****

In die gleiche Kerbe schlägt der Tourismussprecher der NÖ Sozialdemokraten, Labg. Eduard Keusch: "Viele fertige Konzepte mit hoffnungsvollen Tourismusressourcen - beispielsweise das "Donauraumkonzept" - liegen bereits vor und müssen nur noch umgesetzt werden. Auch werden immer neue Konzepte - wie beispielsweise das Tourismusleitbild 2003 - erarbeitet, worin sich die Zielsetzungen der Tourismuspolitik immer wieder ändern. Was wir in Niederösterreich aber brauchen, ist im Tourismus endlich Tritt zu fassen und zu einer Kontinuität finden. Auch muß man eine eigene nö. Tourismusidentität entwickeln, damit sich die Wirtschaft entsprechend mittel- und langfristig orientieren kann. Dazu muß man aber von der bisherigen Politik des "schlichten Verwaltens" und der ständigen Änderung der Leitbilder des Tourismus abgehen und über ein professionelles, ergebnisverantwortliches Management innovativ tätig sein. Dazu muß die Reorganisation der Tourismusorganisation abgeschlosen werden und endlich die Destinationsmanagements verwirklicht werden", so Keusch.

LR Ernest Gabmann ist aufgerufen, endlich ein länderübergreifendes -OÖ, NÖ und Wien - Donauraumdestinationsmanagement zu instalieren und die ohnehin knappen finanziellen Mittel gerecht und ohne politischer Bevorzugung einzusetzen. Wir brauchen nicht ständig "das Rad neu erfinden", LR Gabmann soll vielmehr dafür sorgen, daß es endlich "rund läuft"", so Keusch abschließend.
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