Rieder: Entdeckt Kabas Spitäler für Ausländer-Wahlkampf?

Wien, (OTS) "Nach der pauschalen Abstempelung aller in Wien lebenden Schwarzafrikaner als Drogendealer, der Diffamierung aller Ausländer als Tuberkulose- und Hepatitis-Risiko, hat der "Gesundheitssprecher" der Wiener FPÖ, Hilmar Kabas, offenkundig
nun die Spitäler als Spielfeld für seinen Anti-Ausländer-Wahlkampf entdeckt", reagierte Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder am Donnerstag auf Aussagen Kabas´, wonach es in Wiens Spitälern eine verstärkte "Behandlungsprellerei" durch Ausländer gäbe.

Tatsächlich betrage der Anteil von Patienten mit nicht österreichischem Wohnsitz in Wiener Spitälern rund 1 Prozent. In den meisten dieser Fälle handelt es sich um unabweisliche Akutfälle, wo selbst nach der Einschätzung von Mag. Kabas´ eine Abweisung nicht möglich wäre, betonte Rieder. Laut Krankenanstaltengesetz besteht diese Aufnahmepflicht sowohl für
In- als auch für Ausländer.

Rieder: "Natürlich brauchen die Spitäler sowohl von In- als auch von Ausländern persönliche Daten zur Abrechnung mit den Krankenkassen oder Privatversicherungen. Daß es In- oder Ausländern in äußerst seltenen Fällen gelingt, ihre wahre Identität zu verschleiern, rechtfertigt in keinster Weise eine pauschale Diffamierung ausländischer Patienten als "Behandlungspreller"", schloß Rieder. (Schluß) nk

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Norbert Kettner
Tel.: 4000/81 845
e-mail: norbert.kettner@ggs.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK