ÖGJ: "Experten" der Wirtschaftskammer verlieren Realitätsbezug

Wien (ÖGB). Mit aller Entschiedenheit lehnt die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) die Aussage des
Wirtschaftskammerexperten Dr. Georg Piskaty ab, wonach die im Auffangnetz befindlichen Jugendlichen nicht ausbildungsfähig seien.++++

Im Gegensatz zu zahlreichen Unternehmen, die ausbilden könnten, dieses aber nicht tun, zeige - so die ÖGJ - die Regierung mit der Einführung "sogenannter Lehrlingsstiftungen" Verantwortung. Wenn von einer Fehlentwicklung gesprochen wird, dann müsse auch wiederholt klar gestellt werden, dass die Wirtschaft noch nie so billig wie heute Jugendliche ausbilden konnte.

Hätten die "Experten" der Wirtschaftskammer mehr Realitätsbezug -etwa was die sogenannten "zukunftsorientierten Lehrberufe"
betrifft - so würde es die ÖGJ begrüßen, wenn eine ausreichende Zahl an qualitativen und zukunftsorientierten Lehrplätzen
angeboten würde.

"Die Jugendlichen haben das Recht, in keine ungewisse Zukunft was die Lehrlingsausbildung betrifft zu gehen", so Albert Maringer, Vorsitzender der ÖGJ, und weiter: "Die von der Wirtschaftskammer als nicht ‘ausbildungsfähig’ bezeichneten Jugendlichen sollten gegenüber solchen Behauptungen der Wirtschaftskammer ihren Unmut kundtun."(zm)

ÖGB, 1. Juli 1999 Nr. 340

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