ÖGB: Wirtschaft kann "Aktion Fairness" auf Dauer nicht aufhalten

"Aktion Fairness" nicht mit "Aktion Unfairness" verbinden

Wien (ÖGB). "Bei der Angleichung der Rechte der ArbeiterInnen an jene der Angestellten handelt es sich um einen irreversiblen Prozess, der auf Dauer von niemanden mehr aufgehalten werden
kann", unterstrich heute der ÖGB zum Thema "Aktion Fairness". ++++

Die von Sozialministerin Lore Hostasch eingebrachten Vorschläge waren sehr bemüht, die Aktion Fairness für die Wirtschaft akzeptabel zu gestalten, so der ÖGB. Die Mehrkosten der
Angleichung wären der Wirtschaft "voll zurückgegeben worden". So wären durch die Regelung der Angleichung der Entgeltfortzahlung Mehrkosten für die Wirtschaft von 1,7 Mrd. S entstanden, gleichzeitig hätte das Paket vorgesehen, dass die Arbeitgeber-Beiträge zur Sozialstaatfinanzierung in der Höhe von zwei Mrd. S und mehr, hätten gesenkt werden können.

Aus diesem Grund besteht keine Notwendigkeit der Wirtschaft, Vorschläge zur Urlaubsverschlechterung, zur Abschaffung von Feiertagen und zur Nichtbezahlung von Krankenstandstagen einzufordern.

Der ÖGB wird sich die Aktion Fairness nicht durch diese
Forderungen abkaufen lassen. Von Seiten der Wirtschaftskammer
wurde ein Fortführen der Verhandlungen angeboten. Der ÖGB werde mit Sicherheit bis zum Schluss dieser Legislaturperiode weiter verhandeln. Ziel sei es, bei der Angleichung der Rechte von ArbeiterInnen und Angestellten noch einen wesentlichen Schritt zur Gleichstellung zu setzen. (bfm)

ÖGB, 1. Juli 1999 Nr. 339

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Tel. (01) 534 44/480 Dw.
Fax.: (01) 533 52 93

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB