Ausstellung im Jüdischen Museum erinnert an Carl König

Wien, (OTS) Von 4. Juli bis 12. September stellt das Jüdische Museum Wien, 1., Dorotheergasse 11, mit Carl König einen Wiener Architekten vor, der weitgehend in Vergessenheit geraten ist.
Dies, obwohl er als Antipode Otto Wagners zahlreiche Bauten in
Wien errichtete, die bis zum heutigen Tag unverwechselbare Bestandteile des Stadtbildes sind. Die Präsentation der
Ausstellung fand Donnerstag vormittag statt.

Bauten wie der Zierer-Hof am Neuen Markt oder das Palais Herberstein am Michaelerplatz sind Zeugnisse des von ihm propagierten Barockstils Wiener Prägung, der zum Vorbild für zahllose neobarocke Miethäuser in ganz Europa wurde. Die eindrucksvollsten heute noch erhaltenen Monumentalbauten sind die Börse für landwirtschaftliche Produkte in der Taborstraße, der Erweiterungsbau der Technischen Hochschule am Karlsplatz und das Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz. Der kurz vor der Jahrhundertwende errichtete Philipp-Hof am Albertinaplatz wurde in den letzten Kriegstagen zerstört (heute steht auf dem Platz das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus). Carl König wirkte auch als Lehrer, der einige der bedeutendsten Vertreter der
österreichischen Architektur des 20. Jahrhunderts wie Josef Frank, Clemens Holzmeister, Friedrich Kiesler und Oskar Strnad ausbildete.****

Die Ausstellung im Jüdischen Museum ist die erste umfassende Werkdokumentation dieses bedeutenden Wiener Baukünstlers. Sie präsentiert Fotografien, Baupläne und Dokumente zum Leben Carl Königs. Das zur Ausstellung erschienene Begleitbuch ist die erste Werkmomografie seit der 1911 erschienenen Festschrift zum 70. Geburtstag des Architekten. Das Buch umfaßt rund 176 Seiten mit rund 80 SW- und ca. 15 Farbabbildungen und erscheint im Verlag Holzhausen.

Das Jüdische Museum ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18
Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Kostenlose Führungen (in deutscher Sprache) durch die aktuellen Sonderausstellungen Donnerstag um 18.30 Uhr sowie sonntags um 11
und 14 Uhr, durch die permanente Schau des Museums sonntags um 16 Uhr. Eintritt 70/40 Schilling ermäßigt. Anmeldung für Sonderführungen (450 Schilling): Tel.: 535 04 31. (Schluß) ull/rr

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