Jüdisches Museum präsentiert religiöses Design aus Jerusalem

"Ewiger Inhalt in neuer Form. Judaica aus Kunstschule Bezalel"

Wien, (OTS) Design von Kultgegenständen wird vom 2. Juli bis 5. September in der Ausstellung "Ewiger Inhalt in neuer Form. Judaica aus der Kunstschule Bezalel" im Jüdischen Museum, 1., Dorotheergasse 11, präsentiert. Wesentliche Werke von Bezalel, das 1906 vom Bildhauer Boris Schatz gegründet worden ist, wurden am Donnerstag in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Die Kunstschule Bezalel zählt zu den wichtigsten Kunst- und Design-Schulen Israels. Im Laufe ihres Entstehens machte sie verschiedene Entwicklungen durch: Die Künstler der Anfangszeit waren bestrebt, einen jüdischen nationalen Stil zu schaffen und
das lokale Kunsthandwerk einzubinden. Als 1935 aus Deutschland emigrierte Bauhaus-Künstler die Leitung der Schule und der Meisterklassen übernahmen, traten ein funktionalistischer Stil und die Betonung internationaler Aspekte in Design und Kunst in den Vordergrund. Zwar wurden auch in dieser Zeit Judaica hergestellt, doch lag der Ausbildungsschwerpunkt auf der säkularen Kunst. In
den letzten Jahrzehnten orientierte sich Bezalel an der europäischen und amerikanischen Moderne. Ab Mitte der achtziger Jahre gelang es den Lehrern von Bezalel, durch die Organisation
von internationalen Projekten und Ausstellungen dem Design von Judaica wieder den gebührenden Stellenwert zu geben.****

Die Ausstellung "Ewiger Inhalt in neuer Form" im Jüdischen Museum präsentiert Judaica aus allen Epochen der Kunstschule Bezalel, von den traditionellen Arbeiten "Alt-Bezalels" bis zu den Arbeiten junger Nachwuchsdesigner. Einen Schwerpunkt bilden dabei Arbeiten, die sich jeweils mit spezifischen philosophischen und religiösen Aspekten jüdischer Riten und den damit verbundenen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten auseinandersetzen. Dabei handelt es sich um Ritualgegenstände für den synagogalen und häuslichen Gebrauch, die sowohl von Professoren als auch Studenten des Bezalel zu verschiedenen Epochen geschaffen wurden. Darunter Arbeiten von so bekannten Künstlern wie Boris Schatz, Mordechai Ardon, Menachem Berman, Zelig Segal, Mosche Zabari und Arie Ofir, aber auch die Entwürfen von jungen Nachwuchsdesignern.

"Ewiger Inhalt in neuer Form. Judaica aus der Kunstschule Bezalel" ist vom 2. Juli bis 5. September zu sehen. Das Jüdische Museum ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. (Schluß) ull/bs

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