Verträge ohne Stempelmarken

Ab 1. 7. können Gebühren für Mietverträge mittels Erlagschein überwiesen werden. Allerdings sind die Vermieter verpflichtet, die Gebührenberechnung selbst vorzunehmen

wien (OTS) - Bei Führerscheinen und Reisepässen sind die Stempelmarken abgeschafft. Gebühren werden ab sofort via Erlagschein beglichen. Aber wie sieht es mit den Stempelgebühren bei Verträgen aus? Auch hier gibt es ab 1. Juli 1999 die Möglichkeit, die Gebühren statt durch Kleben durch Überweisung zu entrichten.

Aber Achtung bei Mietverträgen! Die Vermieter sind jetzt verpflichtet, die Vertragsgebühr selbst zu berechnen und an das Finanzamt abzuführen. Hier ist Vorsicht geboten, denn Fehler bei der Berechnung oder Verspätungen können teuer kommen. Es drohen Zuschläge bis zu 50 Prozent.

Unterstützung erhalten die Vermieter u.a. durch die österreichischen Notare. Diese sind berechtigt, die Berechnungen vorzunehmen und ans Finanzamt weiterzuleiten. Dr. Georg Zakrajsek, Medienreferent der Notariatskammer: "Die Vermieter ersparen sich dadurch langwierige Amtswege und haben die Sicherheit, daß die Berechnung einwandfrei durchgeführt wird."

Die Höhe der staatlichen Gebühr richtet sich nach dem Mietzins, der Vertragsdauer und der Art des Mietobjekts. Ein Beispiel: Eine Wohnung wird für fünf Jahre vermietet. Die Monatsmiete beträgt öS 6.000,-, die Betriebskosten öS 2.000,-. Die Gebühr beträgt demnach öS 2.880,-, das ist ein Prozent des dreifachen Jahresbetrages aus Miete und Betriebskosten.

Wenn das Mietobjekt ein Geschäftslokal ist, schaut die Rechnung aber schon wieder ganz anders aus. Notar Dr. Zakrajsek: "Eine Beratung durch einen Fachmann ist auf jeden Fall notwendig."

Alle 420 Notariatskanzleien Österreichs erteilen zum Thema Vertragsgebühren eine erste kostenlose Rechtsauskunft.

Rückfragenhinweis: Notar Dr. Georg Zakrajsek,

Medienreferent der ÖNK: 01/ 523 31 88 Communications Sabine Pöhacker, Tel. 01/315 14 11
Weitere Informationen:
http://www.notar.or.at./notar/

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