"Fairneß" zu Lasten anderer ist unfair

Einigung scheiterte bisher an ÖGB-Uneinsichtigkeit

Wien (PWK) - Der Österreichische Gewerkschaftsbund fordert die einseitige Angleichung von Arbeiter- und Angestelltenrechten und verwechselt damit Fairneß mit dem Rosinenprinzip: "Fairneß" zu Lasten anderer ist unfair, heißt es in einer Stellungnahme der WKÖ. ****

Die Wirtschaft sei zu einer Angleichung Arbeiter-Angestellte unter fairen Bedingungen nach wie vor bereit, stelle aber die Fragen: "Ist es fair, zu fordern ohne etwas zu geben? Ist es fair, Gleichbehandlung bei der Krankenstandsbezahlung zu verlangen und eine unfaire Urlaubsregelung zu verteidigen? Ist es fair, durch Verlängerung der Kündigungsfrist die Mobilität der Arbeitnehmer zu behindern und Tausende Arbeitsplätze in Österreich zu gefährden? Ist es fair, die Senkung von Sozialbeiträgen sogar dann zu verhindern, wenn es Überschüsse gibt?"

An die Adresse der Arbeitnehmer richtet die Wirtschaftskammer drei Fragen: "Finden Sie es gerecht, wenn bei Arbeitsplatzwechsel in einem Jahr bis zu zwei Jahresurlaube entstehen können, das heißt, mit 52 Arbeitswochen pro Jahr 5 bis 6 Wochen, mit 53 Arbeitswochen aber 10 bis 12 Wochen? Finden Sie es gerecht, daß für die Dauer eines Arbeitsverhältnisses von einem Tag im Jahr also ein ganzer Jahresurlaub bezahlt werden muß? Finden Sie es gerecht, daß jemand im Urlaub oder Krankenstand aus der Fortzahlung mehr verdienen kann als jemand, der in derselben Zeit arbeitet?" Fairneß könne nicht nur zwischen Arbeitern und Angestellten gefordert werden, sondern müsse auch zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gelten.

"Die Wirtschaft war und ist immer gesprächsbereit", eine Einigung sei bisher an der "Sturheit und Uneinsichtigkeit des Österreichischen Gewerkschaftsbundes gescheitert".

"Beseitigen wir gemeinsam die Ungerechtigkeit bei der Krankenstandsbezahlung und beim Urlaub. Sichern wir gemeinsam einen attraktiven Wirtschaftsstandort Österreich", heißt es in der WKÖ-Stellungnahme abschließend.
(Schluß) hv

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK