Führungskräfte kümmern sich aktiv um Weiterbildung

Wien (OTS) - WdF-Umfrage zeigt starke Eigeninitiative der Manager in Sachen Weiterbildung - Seminare sind Methode erster Wahl -
Bevorzugung privater MBA-Anbieter mit Vergabe europäischer Degrees=

Nicht den geringsten Zweifel an der Bedeutung der
Weiterbildung sowohl für die individuelle Laufbahnplanung als auch die Bewältigung der Arbeitstätigkeit hegen Österreichs Führungskräfte laut einer Umfrage des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF):
97,2% stufen sie als sehr wichtig, 2,8% als wichtig ein. Daher überrascht nicht, daß fast zwei Drittel der Manager sowohl interne als auch externe Seminare besuchen, 34% belegen nur externe Weiterbildungsveranstaltungen. Im Vordergrund steht dabei die Erhöhung der fachlichen (82%) und persönlichen Kompetenz (63%).

63% der Manager bestimmen alleine darüber, welche Veranstaltungen sie besuchen, 37% stimmen sich darüber mit ihren Vorgesetzten ab. Die Kosten für die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen tragen laut WdF-Umfrage nach wie vor zum Großteil die Unternehmen (72%). Immerhin ein Viertel der Führungskräfte teilt sich die Kosten mit ihrem Unternehmen und 10% bezahlen die Weiterbildung aus der eigenen Tasche.

Ein starker Trend zur Eigenleistung zeigt sich auch beim Zeitaufwand für die Seminarbesuche: 80% besuchen Weiterbildungsveranstaltungen, die teils in der Arbeitszeit, teils in der Freizeit stattfinden (z.B. Donnerstag bis Samstag/Sonntag). Österreichs Manager besuchten im vergangenen Jahr mindestens zwei Seminare, die länger als einen Tag dauerten. 23% nahmen sogar an vier derartigen Veranstaltungen teil, lediglich 6% konnten keine mehrtägigen Seminare besuchen.

Die Bereitschaft, noch mehr für die Weiterbildung zu tun, ist unter den Führungskräften in hohem Ausmaß gegeben: 75% der Antwortenden wären bereit, weitere vom Unternehmen bezahlte Fortbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Zwei Drittel der Manager würde dafür Freizeit am Wochenende opfern, ein Drittel sogar Urlaub heranziehen. Von diesem Drittel wiederum würden 85% auch vier oder mehr Tage Urlaub nehmen, um sich weiterzubilden.

Nach der Form der Weiterbildungsmaßnahmen österreichischer Manager ergibt sich folgende Rangliste:

1. Seminare93%
2. Vorträge82%
3. Managementtrainings 53%
4. Diskussionsrunden 37%

Präferenz für private MBA-Anbieter

Detailliert erhoben wurden im Zuge der WdF-Umfrage die Anforderungen der Führungskräfte an MBA-Ausbildungsgänge. Daß die Zulassung zu MBA-Lehrgängen nach strengen Aufnahmekriterien erfolgt, wird von den heimischen Führungskräften durchaus geschätzt. Zwei Drittel befürworten hohe Anforderungen im Hinblick auf die berufliche und akademische Laufbahn von MBA-Anwärtern.

Inhaltlich wird eine ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischem Input erwartet. 62% der Führungskräfte sind für die Mischung aus jeweils 50% theoretischem und praktischem Input. 24% würden sogar einen Praxisanteil von drei Viertel begrüßen, für 14% wäre ein Praxisanteil von einem Viertel ausreichend. Ausschließlich Theorie im MBA-Lehrgang zu pauken, ist für Österreichs Manager nicht vorstellbar.

Im Hinblick auf den Zeitaufwand fordern die Führungskräfte kompakte Programme. 49% würden ein zweijähriges Programm zusagen, 41% würden ein einjähriges Programm bevorzugen, während sich nur 9% für eine dreijährige MBA-Ausbildung erwärmen könnten.

Ganz klare Präferenzen läßt die Umfrage auch hinsichtlich der zeitlichen Organisation erkennen. Eindeutig am beliebtesten sind monatliche Blöcke zu vier bis fünf Tagen (70%). Darin spiegelt sich der Wunsch, die MBA-Ausbildung berufsbegleitend absolvieren zu können. Am nächsthäufigsten als Teilnahmeoption genannt werden Kurse am Wochenende, gefolgt von Ganztageskursen.

Die bevorzugte Unterrichtssprache wäre Deutsch (45%), doch schon fast ebenso viele Manager (38%) würden den MBA am liebsten in englischer Sprache absolvieren. Ganz klar fällt das Votum aus, wenn es um die Vortragenden und Unterrichtenden geht: 91% der Befragten sind dabei für Universitätsprofessoren und Manager.

Bevorzugt werden von den Managern private MBA-Anbieter. Für sie können sich 64% erwärmen, staatliche Anbieter werden dagegen nur von jeder fünften Führungskraft präferiert. Bei der Frage nach dem Motiv eines MBA-Studiums schlägt wiederum der Wunsch nach der praktischen Umsetzbarkeit des erworbenen Wissens durch: Für 82% steht diese Umsetzbarkeit in der betrieblichen Praxis im Vordergrund, für 25% ist es die reine Wissensvermittlung, 6% nennen den MBA-Titel als Motivation für den Besuch eines solchen Lehrgangs.

Zwei Drittel der befragten Manager würden mit dem Abschluß am liebsten ein europäisches Degree erwerben, 17% ein amerikanisches, an einem österreichischen MBA-Degree läge einem Zehntel der Befragten. Unterschiede zwischen einem Executive- und einem Junior-MBA sehen fast zwei Drittel der Manager nicht. Ihre Informationen über MBA-Programme beziehen sie zu 45% direkt von den Anbietern, zu 24% über Bekannte, zu immerhin 12% über das Internet und zu 11% über Kollegen. Erst danach folgen Informationen aus Zeitschriften und Tageszeitungen.

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