VP-Hahn: Klare Mehrheit für Einführung der Chipkarte

Auch die Speicherung der Krankengeschichte auf der Chipkarte wird gewünscht

Wien (ÖVP-Klub) Eine brandaktuelle Umfrage des INTEGRAL-Instituts präsentierte heute der Gesundheitssprecher der Wiener ÖVP, LAbg. Johannes Hahn. Überraschendes Ergebnis ist ein deutliches JA der österreichischen Bevölkerung zur Einführung der Chipkarte, die in den folgenden Jahren den herkömmlichen Krankenschein ablösen soll. "Diese technische Revolution wird von den Österreicherinnen und Österreichern klar befürwortet", freut sich Hahn. Über 60% finden diese Form des elektronischen Krankenscheins sympathisch, 43% sogar sehr sympathisch.***

Die Unterscheidung, ob nun die Chipkarte als reiner Krankenscheinersatz oder darüber hinaus auch die persönliche Krankengeschichte enthalten soll, spiegelt sich in der Zustimmung kaum wieder: 70% befürworten die Chipkarte als Krankenscheinersatz, 65% wollen auch die persönliche Krankengeschichte digital gespeichert wissen.

Interessant sind vor allem die Zustimmungsraten bei der jungen, gebildeten urbanen Bevölkerung: Hier bevorzugen 65% der Wienerinnen und Wiener bis 29 Jahre die zusätzliche Speicherung der Krankengeschichte gegenüber den ebenso mehrheitlichen 57% der gesamten österreichischen Bevölkerung.

HAHN, Gesundheitssprecher der Wiener ÖVP, faßt die Überlegungen und Einwände der laufenden Diskussion in einem Stufen-Modell zusammen:

Am Anfang soll mit der Einführung des elektronischen Krankenscheins vorerst das Auslangen gefunden sein. Die unbürokratische Abwicklung der Buchung und Verrechnung mit der Krankenversicherung bringt sowohl dem Patienten eine spürbare Erleichterung im privaten Haushaltsmanagment als auch der Wirtschaft Einsparungen in Millionenhöhe, die letztlich der gesamten Volkswirtschaft zugute kommen. Gleichzeitig wird damit auch eine Basis für einen stufenweisen Ausbau zu einem mittelfristig vollständig vernetzten Gesundheitssystem gelegt.

Eine zweite Variante wäre die Möglichkeit, zusätzlich zu der Krankenscheinfunktion auch notfallrelevante Daten auf der Chipkarte zu speichern. Dies sind zweifesfrei persönliche Daten wie zum Beispiel die Blutgruppe, Unverträglichkeiten bestimmter Medikamente, Allergien, usw... - mit anderen Worten: alle Daten, die der behandelnde Arzt bzw. Sanitäter für eine rettende Notbehandlung oder -operation benötigt.

Die dritte Variante würde eine "Vollversion" der Chipkarte darstellen: Die Karte wäre in diesem Fall ein vollständiger elektronischer Patientenakt, auf dem auch die gesamte Krankengeschichte gespeichert wäre. Die Vorteile lägen auf der Hand:
Der behandelnde Arzt kann auf schnellem Weg alle therapeutisch notwendigen Daten abrufen; bei stationären Spitalsaufenthalten entfiele zudem viel an Verwaltungsaufwand, da nun eine seriös dokumentierte anstatt eine mitunter lückenhaft aus dem Gedächtnis abgerufene Krankengeschichte zur Verfügung stünde.

Der VP-Politiker brachte auch eine weitere Überlegung ins Spiel: "Der Patient soll aus mehreren Varianten "sein" Modell wählen können." Der oft zitierte mündige Patient könne in diesem Falle selbst entscheiden, welche persönliche Daten er bereit ist, einem bestimmten Personenkreis automatisch zugänglich zu machen. Dies würde auch den vielen Kritikern, die sich auf den mangelnden Datenschutz berufen, ihre Argumentationsbasis nehmen, ist HAHN überzeugt.***

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